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Junge Skispringer trotz Pandemie fit

Wintersportvereine Kiefersfelden und Oberaudorf haben gute Aussichten für den kommenden Winter

Der Nachwuchs des WSV Kiefersfelden ließ sich die Freude am Sport nicht nehmen. Von links: Lisa Feicht, Sara Johannsen, Johanna Obermair, Anian Obermair, Leonhard Berninger.
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Der Nachwuchs des WSV Kiefersfelden ließ sich die Freude am Sport nicht nehmen. Von links: Lisa Feicht, Sara Johannsen, Johanna Obermair, Anian Obermair, Leonhard Berninger.

Mit Schwung die Schanze runter und dann sicher landen – die Kinder und Jugendlichen vom Wintersportverein Oberaudorf und Kiefersfelden werden langsam an das Skispringen herangeführt. Das Ziel vieler: Mal ganz groß rauskommen. Doch inwieweit hat die Corona Pandemie zu einem Leistungseinbruch geführt

Kiefersfelden/Oberaudorf – „In der Jugendarbeit fehlte das gemeinsame Training mit der inspirierenden Konkurrenz der Nachwuchssportler untereinander“, bedauert Rudolf Erhard vom Wintersportverein Oberaudorf, wenn er an die vergangenen eineinhalb Jahre denkt. Aufgrund von Corona sei Hallensport lange nicht möglich gewesen und die Kontaktbeschränkungen verhinderten ein gewöhnliches Training. Dank der einfallsreichen Ideen des Oberaudorfer Trainerteams seien die Jugendlichen aber trotzdem fit durch diese Zeit gekommen.

Großes Engagement der Trainer

Das Training fand nach dem Hallensportverbot kurzerhand im Freien statt und die Trainer organisierten gemeinsam mit anderen Vereinen Online-Wettkämpfe. Dafür zeichneten die Jugendlichen ihre Sprünge auf Video auf und die Kampfrichter beurteilten diese anschließend.

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Dieses kreative Engagement der Trainer wurde auch belohnt: Der Oberaudorfer Nachwuchs konnte sowohl den Bayern Cup als auch den FIS Youth Cup für sich entscheiden.

Kadersportler durften durchgehend trainieren

Auch der Wintersportverein Kiefersfelden kam bis jetzt ganz gut durch die Pandemie. Er hatte es etwas leichter, als Oberaudorf. „Wir hatten den großen Luxus, fast die ganze Zeit trainieren zu dürfen“, erzählt Franziska Moser, die angehende Jugendtrainerin des WSV Kiefersfelden. „Zum Glück waren unsere acht Jugendlichen alle Kadersportler, das hat es erleichtert“, erklärt sie. Als solche durften sie, trotz Pandemie, beinahe durchgehend trainieren. Und das mit Erfolg: Die Nachwuchsspringer aus Kiefersfelden gewannen unter anderem den deutschen Pokal.

Immer weniger Kinder lernen Skifahren

Sehr eingeschränkt waren beide Vereine allerdings in der Aufnahme neuer Schützlinge.

„Der Nachwuchs wäre ja nicht im Kader gewesen, deshalb hätten wir nicht trainieren dürfen“, erklärt Moser. Dies bedauere sie besonders, denn der Strom an jungen Nachwuchsspringern habe bereits vor Corona abgenommen. „Leider lernen immer weniger Kinder Skifahren, das ist aber natürlich die Grundvoraussetzung“, begründet sie das Nachwuchsproblem. Der Verein konnte heuer durch ein Ferienprogramm dennoch drei neue Nachwuchssportler anwerben.

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Seit dem Sommer darf das Jugendtrainerteam des WSV Kiefersfelden wieder mit den Kindern und Jugendlichen trainieren. Darüber freue sich Moser sehr. Sie selbst sprang bis 2008 international für den Verein und gibt ihre Freude am Springen jetzt an jungen Menschen weiter. Viele hätten zu Anfang großen Respekt davor, erzählt sie, aber „da wächst man rein", da sei sie sicher.

Erleichtert stellte Moser fest, dass nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit ihrer Schützlinge, trotz Homeschooling und Kontaktbeschränkungen, erhalten blieb. "Klar, im vergangenen Winter kam schon der ein oder andere Durchhänger. Das hat man schon gemerkt", erzählt sie. Da sei aber zum Glück nichts Ernstes dabei gewesen.

Sportler psychisch gut aufgestellt

„Das sind Leistungssportler, die sind mental sehr stark“, begründet sie. Außerdem hätten die Jugendlichen durch das regelmäßige Training mehr und beständigere soziale Kontakte gehabt, als die meisten in ihrem Alter – natürlich immer unter Beachtung der jeweils geltenden Auflagen.

Für den kommenden Winter wünschen Moser und Erhard ihren Nachwuchsspringern vor allem eines: Eine tolle Saison mit viel Schnee, Spaß und wenig Beschränkungen. Nach der schweren Anfangszeit der Pandemie stünde besonders das Miteinander und die Freude am Sport im Vordergrund, sagt Moser, "wir hoffen aber natürlich auch auf ein paar Stockerlplätze." (re)

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