Wenn sich Hunde Briefe schreiben

Vor rund 100 Zuhörern las Renate Pröbstl aus ihrem heiter-besinnlichen Buch „Hundstage!“ im Nußdorfer Waldpark und ließ dabei die Hunde Yogi und Klärchen in einem fantasievollen Briefwechsel zu Wort kommen.
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Vor rund 100 Zuhörern las Renate Pröbstl aus ihrem heiter-besinnlichen Buch „Hundstage!“ im Nußdorfer Waldpark und ließ dabei die Hunde Yogi und Klärchen in einem fantasievollen Briefwechsel zu Wort kommen.

„Mir ist es in der Corona-Zeit nicht gut gegangen.

Sie hat mich richtig gelähmt. Dazu die Angst um das eigene und um das Leben anderer lieber Menschen“, sagte die Heimatschriftstellerin Renate Pröbstl zu Beginn ihrer Lesung aus ihrem neuen Buch „Hundstage!“ Hierzu kamen rund 100 interessierte Zuhörer in den Nußdorfer Waldpark – und natürlich zahlreiche Hunde. Schließlich sind ja zwei von ihrer Spezies die Hauptdarsteller im Buch.

Bei dem neuen Buch handelt es sich um einen heiter-besinnlichen Briefwechsel zu Corona-Zeiten, allerdings aus der Perspektive zweier Hunde. Auf diese Idee kam Pröbstl, weil es ihrem Hund Yogi ebenfalls nicht gut ging.

Yogi hat leider Schwächen in der Rechtschreibung, erzählte die ehemalige Deutschlehrerin, sodass zahlreiche kuriose und doppeldeutige Worte die Zuhörer erheiterten. Brieffreundin Klärchen hingegen beherrscht Deutsch sehr gut. „Klärchen weiß eigentlich alles sehr gut, das glaubt sie wenigstens“, so die Autorin, daher sei Klärchen im Grunde ein „Er-Klärchen“, die allerdings Fremdwörter gerne durcheinanderbringt.

Viele der beschriebenen Charakterzüge und Handlungsweisen sind nur allzu menschlich, sodass sich die Zuhörer schnell mit den beiden tierischen Rollen identifizieren können.

Das Buch „Hundstage!“ ist mit zahlreichen Karikaturen bebildert und zu für zehn Euro im Verkehrsamt der Gemeinde erhältlich. „Der Erlös aus dem Verkauf dieses Buches geht an Corona erkrankte Menschen in Ländern, in denen es kein so ausgeprägtes Gesundheitssystem gibt, wie bei uns“, sagt Pröbstl, die so die Aktion „Ärzte ohne Grenzen“ unterstützt. Für die musikalische Umrahmung sorgten Robert und Judith Heckel. stv

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