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ERLANGER EISENBAHNFREUND ERSTEIGERT POSTKARTE „FAHRT INS WEISSE“ AUS ACHENMÜHLE

Wenn alte Bilder erzählen

Der Sammler Klebes bei einer Ausstellung, die im Stadtmuseum Erlangen stattfand.  Peter Kick
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Der Sammler Klebes bei einer Ausstellung, die im Stadtmuseum Erlangen stattfand. Peter Kick

Kurioser können Sammlerstücke kaum sein. Eisenbahnfreund Günther Klebes aus Erlangen sammelt fast alles, was irgendwie mit der Bahn zu tun hat. Die Postkarte vom Bahnhof Achenmühle fand er in einer luxemburgischen Internet-Auktion aus Kanada. Das wollte er den Lesern der OVB-Heimatzeitung nicht vorenthalten.

Rohrdorf-Achenmühle– Günther Klebes besitzt inzwischen neben unzähligen anderen Exponaten sogar 65 Uniformmützen von Bahnbediensteten. Jetzt ersteigerte er eine Postkarte, auf der ein Lokalbahnzug der Deutschen Reichsbahn zu sehen ist.

Bei seiner Suche nach neuen Karten stieß er bei einer luxemburgischen Internet-Auktion auf dieses Unikat von einem Bahnhof „irgendwo in bayerischen Landen“, wie er sagt. Auf unerklärlichen Wegen kam die Karte dann in eine Auktion eines Anbieters aus Kanada.

Klebes bot als einziger und ersteigerte das gute Stück für nicht einmal einen Euro. Die Portokosten waren erheblich höher als der Kartenpreis selbst.

Als die Karte schließlich in Erlangen ankam, begann die Suche nach dem Aufnahmeort. Der Verlag Heinrich Hoffmann in München konnte helfen. Die Recherchen dort ergaben, dass Heinrich Hoffmann als „Leibfotograf“ Adolf Hitlers in München einen großen Bildverlag mit über 300 Mitarbeitern besaß.

Die Lokomotive auf dem Bild, so ergaben die Nachforschungen, wurde 1910 bei der Locomotivfabrik Krauss & Comp. in München hergestellt und an die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen geliefert. Ende 1924 kam sie zur neugegründeten Deutschen Reichsbahn und erhielt die Nummer 70 020. Bis 1926 war sie in München-Ost und von 1926 bis 1950 in Rosenheim beheimatet, um schließlich 1960 in Treuchtlingen verschrottet zu werden. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war sie also von Rosenheim aus eingesetzt worden.

Eine Anfrage bei verschiedenen Gemeindeverwaltungen ergab schließlich, dass der Bahnhof in Achenmühle sein müsse.

Dass der 68-jährige Klebes ein echter „Eisenbahn-Freak“ ist, zeigt schon seine Hochzeitsreise. Zusammen mit seiner Frau fuhr er mit dem Glacier-Express durch die Schweiz. Auch im Chiemgau war er schon mit der Bahn unterwegs.

Seine Sammellust für Bahn-Karten ist übrigens kein Einzelfall: „Es gibt sogar eigene Ausstellungen für Eisenbahn-Postkartensammler“, berichtet er. re

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