Weniger Einwohner, mehr Babys

Natalie heißt das erste 2014 in Kiefersfelden geborene Baby. Sie kam am 11. Januar zur Welt. Das Willkommensgeschenk überreichten Erster Bürgermeister Erwin Rinner (rechts) und Roland Schmidt (links) vom Familienbündnis den Eltern Mykola und Danica Tkachuk persönlich. Foto Schmidt
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Natalie heißt das erste 2014 in Kiefersfelden geborene Baby. Sie kam am 11. Januar zur Welt. Das Willkommensgeschenk überreichten Erster Bürgermeister Erwin Rinner (rechts) und Roland Schmidt (links) vom Familienbündnis den Eltern Mykola und Danica Tkachuk persönlich. Foto Schmidt

45 Babys wurden im vergangenen Jahr in Kiefersfelden geboren, vier mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Einwohnerzahl um 200 Personen auf 6705 gesunken. Das zeigt die Jahresstatistik der Gemeinde.

Kiefersfelden - Der Grund liegt laut Erstem Bürgermeister Erwin Rinner aber nicht in einem tatsächlichen Bevölkerungsschwund. Vielmehr seien die Zahlen Ergebnis der Zensus-Volkszählung, die auf Stichproben und Hochrechnungen basiert. Der gesamte Landkreis hat aus diesem Grunde 5000 Einwohner eingebüßt.

Bedauerlich sei, dass die älteste Mitbürgerin des Ortes im vergangenen Jahr im Alter von 110 Jahren verstarb. Die älteste Bürgerin Kiefersfeldens sei somit 102 Jahre alt.

Der Anteil an Mitbürgern ohne deutschen Pass hat sich von 749 auf 840 Personen deutlich erhöht, wobei sich die Grenzsituation zu Tirol stark bemerkbar macht. Österreichischen Staatsangehörige stellen erstmals über die Hälfte dieser Gruppe. Es sei ein starker Zuzug aus Tirol zu bemerken, da die Immobilienpreise in Kiefersfelden deutlich günstiger als im Nachbarland seien, so Rinner. Ebenfalls interessant: Waren die Italiener bisher zweitstärkste Gruppe, sind dies heuer die Rumänen mit 101 Personen. "Dies dürfte mit dem großen Bedarf an Personal für unsere Pflege- und Senioreneinrichtungen zusammen hängen", glaubt der Bürgermeister.

Erfreulich ist die weiterhin günstige Entwicklung bei den Neugeborenen. Im vergangenen Jahr gab es 45 Geburten in Kiefersfelden und damit vier Mehr, als 2012. "Das ist deutlich mehr als im Jahr 2009, als mit 32 Babys der absolute Tiefpunkt in Kiefersfelden erreicht wurde", freut sich Roland Schmidt, Sprecher des Kieferer Bündnises für Familie. Er betonte, dass die Bemühung um junge Familien eine große Zukunftsaufgabe bleibt. "Um unsere Bevölkerungsstruktur zu erhalten, wären rund 50 Geburten im Jahr nötig. Es ist daher wichtig, unsere Jugend am Ort zu halten und den Zuzug junger Familien zu fördern", so Schmidt.

Dass es der Gemeinde damit ernst ist, zeigt sich am Willkommensgeschenk, das seit 2011 jedes Neugeborene überreicht bekommt. Das Bündnis für Familie stellt die mit nützlichen Präsenten örtlicher Firmen und Institutionen gefüllten Pakete zusammen und bringt diese den frischgebacken Eltern. roc

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