Welches Konzept hat Stiftung?

Zum Bericht "Miete soll Bedürftigen im Ort helfen" im Lokalteil:

Beim Lesen dieses Artikels stellte sich mir sofort die Frage: Wie und wann soll den Bedürftigen geholfen werden? Welches Konzept hat die Stiftung? Der Stiftungszweck, wie er auf der Seite www.stiftungen.bayern.de, Joachim und Elisabeth Godziwitz-Stiftung, formuliert ist, lautet: "Förderung von Raublinger Bürgern, die altersbedingt oder unverschuldet in Not geraten sind i. S. des § 53 AO". Dieser Stiftungszweck ist also konkret formuliert und ich bin der Meinung, dass es wirklich höchste Zeit ist, eine Anlaufstelle für diese Bürger zu schaffen.

Bürgermeister Kalsperger hofft, dass das Neunfamilienhaus in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres bezugsfertig ist. Das heißt, es vergehen noch mindestens eineinhalb Jahre, bis die Stiftung, die seit 2001 existiert, in der Lage sein könnte, den Stiftungszweck zu erfüllen.

Wobei sich die Frage stellt, ob diese Wohnungen in dieser Lage, wie vom Bürgermeister und Stiftungsvorsitzenden angekündigt, auch wirklich hochpreisig vermietet werden können. Das Neunfamilienhaus wird in unmittelbarer Nachbarschaft an die Müllabfuhr gebaut und die Aussicht von den Balkonen auf der Südseite geht auf ein im Besitz der Gemeinde befindliches Wohnhaus in gleicher Höhe.

Es müssen nicht nur in Not geratene Raublinger Bürger weiterhin auf Unterstützung warten; das Ganze geht außerdem zulasten der Mieter, die in den Gemeindehäusern Am Ammer wohnen. Es wäre für die Gemeinde Raubling möglich gewesen, ein anderes Grundstück an die Stiftung zu verkaufen und die Stiftung müsste ohne den nun erforderlichen Bau der Tiefgaragen keinen zusätzlichen Kredit aufnehmen.

Edith Riedl

Neubeuern

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