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Verkehr, Haushalt und Baukultur

Weg in eine stabile Zukunft? So verbessert die Gemeinde die Lebensqualität in Kiefersfelden

Bürgermeister Hajo Gruber stellte den Rechenschaftsbericht bei der Bürgersammlung in Kiefersfelden vorGemeindeprojekte: Auf der Bürgerversammlung berichtete Bürgermeister Hajo Gruber, dass Kiefersfelden seit 2014 insgesamt 27,6 Millionen Euro investiert – unter anderen für den Neubau der Feuerwehr
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Bürgermeister Hajo Gruber stellte den Rechenschaftsbericht bei der Bürgersammlung in Kiefersfelden vorGemeindeprojekte: Auf der Bürgerversammlung berichtete Bürgermeister Hajo Gruber, dass Kiefersfelden seit 2014 insgesamt 27,6 Millionen Euro investiert – unter anderen für den Neubau der Feuerwehr
  • VonFranz Hoffmann
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Nach über zwei Jahren Corona bedingter Zwangspause, „können wir heute endlich wieder zur Bürgerversammlung zusammen kommen, und es ist vieles passiert in unserer Gemeinde“, sagt Bürgermeister Hajo Gruber (UW). Ob Kiefersfelden eine stabile Zukunft bevorsteht?

Kiefersfelden – In dem Rechenschaftsbericht legte Gruber den Schwerpunkt jedenfalls „auf die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gemeinde, denn die berührt uns permanent“. Ein probates Mittel dazu sei die Verkehrsberuhigung in den gesamten Wohngebieten der Kommune gewesen. „Schritt für Schritt haben wir die Höchst-Verkehrsgeschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert, denn die Sicherheit der Bürger und deren Lebensqualität ist uns wichtiger als schnell laufender Straßenverkehr“.

Kein Blitzer für die Gemeinde

Zugleich aber schränkte er ein, „mehr geht momentan nicht, da wir für die Staats- und Kreisstraßen nicht zuständig sind“. Zur Überwachung des Verkehrs und auch zur Auswertung des Aufkommens wurden an den belebten Knotenpunkten Geschwindigkeitsmessanlagen, so genannte „Zeigefinger“, aufgestellt. Die Gemeinde habe sich auch eine ständige Radaranlage, einen „Blitzer“, gewünscht. Diesen untersagte das zuständige Straßenbauamt in Rosenheim, da verschiedene Kriterien wie eine „unfallträchtige Strecke“ oder „gehäufte Geschwindigkeitsüberschreitungen“ nicht vorlägen.

Vor allem in den verkehrsberuhigten 30er-Bereichen seien bereits sichtbare Auswirkungen auf den Verkehr beobachtet worden. „Aber es gibt auch immer wieder extreme Ausreißer“, sagt der Rathauschef, „wie jüngst der Raser auf der Rosenheimer Straße (50er-Zone), der mit 136 km/h gemessen wurde“.

27,6 Millionen seit 2014 investiert

Viel Erfreuliches gab es über die Haushaltssituation der Gemeinde zu berichten. „Von 2014 bis heuer haben wir insgesamt 27,6 Millionen Euro investiert“ legte Gruber offen. Die alte Turnhalle sei saniert, der Kinderhort ausgebaut und eine Fläche von 24 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Laiming erworben worden, die jetzt ökologisch genutzt wird.

Investitionen in Straßenbau und Kläranlage

Hinzu kämen der Neubau des Feuerwehrhauses und die Beschaffung eines Drehleiterfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr. Des Weiteren stächen insbesondere die Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Freizeitbads Innsola ins Auge. Die Investitionen in den Straßenbau sowie die technischen und baulichen Updates für die Kiefersfeldener Kläranlage seien auf dem neuesten Stand. Sie haben die Gemeinde Gruber zufolge aber auch viel Geld gekostet.

Aufgrund der bisher vorliegenden Daten zum aktuellen Haushalt, gehe die Gemeinde von einer weiteren Schuldentilgung aus und so sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung weiter auf 325,55 Euro.

Letztlich wies der Bürgermeister noch auf die Verpflichtung der Gemeinde hin, „eine gewisse Baukultur zu erhalten“. Daher habe der Gemeinderat eine Charta der Baukultur verabschiedet. Diese sieht unter anderem vor, dass beim Bauen die Proportionen, Materialien, Bauweisen und Farbgebungen, die den Ort prägen, Maßstab für Neues sein sollen.

Natürliche Funktionen der Umwelt stärken

Auch die Schonung der Umwelt, des Bodens und aller begrenzter Ressourcen steht auf dieser Agenda, wobei die Ortsinnenentwicklung und ein kreativer Bestandserhalt wichtig seien. Von Bedeutung sei auch die Stärkung der natürlichen Funktionen der Umwelt und des Siedlungsraum es ebenso wie der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel.

Transparenz für die Bürger

Ein besonderes Augenmerk legt die Charta auf den öffentlichen Raum in der Gemeinde, um diesen wertig zu gestalten und zu beleben. An all dem seien natürlich die Bürger zu beteiligen, was für Transparenz von Planungs- und Bauprozessen sorgt. Letztlich seien auf Dauer angelegte Strukturen zur Verstetigung der baukulturellen Anliegen durch Kommunikation und Vernetzung nach innen und außen zu schaffen.

Aufgrund der Ausführungen mit Bildern und Zahlen, sah letztlich nicht nur der Bürgermeister die Gemeinde auf dem Weg in eine stabile, wertgeschätzte, sozialgerechte und umweltbewusste Zukunft, sondern wohl auch die vielen Besucher beim „Bergwirt“, die dem Bericht des Rathauschefs anhaltenden Beifall zollten.

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