Aus dem Gemeinderat

Nachverdichtung in Schechen: Weg frei für zwei Mehrfamilienhäuser im Ort

Auf dieser Wiese an der Marienberger Straße neben der Modest Mitterhuber Stiftung sollen die „Ludwigsgärten“ entstehen.
+
Auf dieser Wiese an der Marienberger Straße neben der Modest Mitterhuber Stiftung sollen die „Ludwigsgärten“ entstehen.
  • vonKatharina Heinz
    schließen

Auf einer rund 2.500 Quadratmeter großen Fläche an der Marienberger Straße plant die Firma Quest zwei Mehrfamilienhäuer mit insgesamt 16 Wohnungen. Den Anwohnern ist das Projekt zu groß. Der Gemeinderat bevorzugt Innenentwicklung vor Außenentwicklung und stellte den Bebauungsplan auf.

Schechen – Ein weiterer Schritt hin zur geplanten Wohnbebauung der Quest AG in Schechen ist getan: Der Gemeinderat hat die Bebauungsplanänderung als Satzung erlassen. Dem vorausgegangen war eine zweite öffentliche Auslegung. Das Projekt unter dem Titel „Ludwigsgärten“ besteht aus einem länglichen Gebäude an der Marienberger Straße und einem Gebäude in „U-Form“ dahinter. Die 32 Stellplätze sollen Großteils in einer Tiefgarage untergebracht werden.

Anwohner: Zu groß,zu hoch, zu viele Autos

Bereits in der ersten öffentlichen Auslegung wurde die Kritik der Anwohner an dem Vorhaben deutlich. Zu groß, zu hoch, zu viel Verkehr und zu viele parkende Autos waren die Argumente. In Gemeindeverwaltung und Gemeinderat wurden diese Punkte abgewogen, jedoch keine rechtlichen Probleme gesehen. Einige Änderungen wurden dennoch in den Bebauungsplanungsentwurf eingearbeitet, sodass man die Unterlagen erneut öffentlich auslegte.

Es gibt schon größere Gebäude in der Nachbarschaft

Daraufhin ging erneut ein Schreiben von Anwohnern ein, die unter anderem die Dimensionen des Bauvorhabens kritisieren und Lärmbelastung befürchten. „Im unmittelbaren Umfeld des Plangebietes befinden sich nicht nur Einfamilienhäuser und Doppelhäuser, sondern auch größere Gebäude wie das Anwesen Blumenstraße 2 und 4, Rosenheimer Straße 13 oder das Gebäude der Modest Mitterhuber Stiftung“, heißt es in der Abwägung der Gemeindeverwaltung.

Nachverdichten im Ort statt bauen auf der grünen Wiese

Im Zuge der Nachverdichtung im Innenbereich und unter Einhaltung des Grundsatzes „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ sowie aus Gründen des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden sei es ortsplanerisch nicht verfehlt, sondern vielmehr erwünscht, an dieser Stelle auch größere Gebäude in Form von Mehrfamilienhäusern zu errichten.

Gutachten: Keine übergebührliche Lärmbelästigung

Zur Frage nach der Lärmbelastung durch die Stellplätze und die Tiefgarage wurde eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Auch bei offener Rampe werde der Immissionsrichtwert eingehalten.

Eine Überdachung der Rampe hätte also keine Vorteile für den Schallschutz, aber ortsplanerische Nachteile, weil sie eine drei Meter hohe und neun Meter lange Wand an der Grundstücksgrenze mit sich bringe. Eine nächtliche Überschreitung der Grenzwerte durch das Türenschließen an den oberirdischen Stellplätzen könne toleriert werden, weil es sich um notwendige Parkplätze an einer öffentlichen Straße handele.

Gemeinderat: Planung ist so in Ordnung

Von Behördenseite gingen lediglich formale Stellungnahmen ein. Schließlich sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, dass keine Anpassungen der Entwurfsplanung erforderlich seien. Der Entwurf der Änderung des Bebauungsplanes „Schechen West“ wurde ebenfalls ohne Gegenstimme als Satzung erlassen.

Kommentare