„Wasser bleibt unser Thema“

Diese prächtige Tanne vor dem Rathaus in Vogtareuthwurde von der Familie Wimmer aus Weikering gestiftet. Die Gemeindearbeiter durften den Baum aus dem Wald der Familie holen. knothe
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Diese prächtige Tanne vor dem Rathaus in Vogtareuthwurde von der Familie Wimmer aus Weikering gestiftet. Die Gemeindearbeiter durften den Baum aus dem Wald der Familie holen. knothe

Vogtareuth – Duftende Tannenzweige auf dem Ratstisch, lila Kugeln und eine Kerze.

Tatsächlich verbreitete sich so etwas wie weihnachtlicher Friede in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates in Vogtareuth. Und wie es in der letzten Sitzung des Jahres üblich ist, blickte nach kurzer Veröffentlichung von Punkten, die bisher nur im nichtöffentlichen Teil behandelt worden waren, der Bürgermeister auf das zu Ende gehende Jahr zurück.

Insgesamt sei es ein „sehr bewegtes“ Jahr gewesen, so Rudolf Leitmannstetter. Dankbar sei er für die hervorragende Wasserqualität, die sich am Bohrbrunnen bisher abzeichne. Wesentlich dramatischer sei der Cyber-Angriff auf das Rathaus gewesen. „Darunter leiden wir noch heute“, gab er zu bedenken. „Bis heute konnten einige Daten nicht wiederhergestellt werden. Sie sind weg.“

Positiv stimme ihn, dass es mit der Sanierung etlicher Gemeindestraßen vo rangegangen sei. Hier lobte Leitmannstetter ausdrücklich seinen Stellvertreter, den Zweiten Bürgermeister Johann Bauer. „Du hast dich stets eingebracht, ich konnte mich voll auf dich verlassen. Dafür danke!“

Immerhin seien im fast abgelaufenen Jahr 75 000 Euro für die Sanierung der Straßen ausgegeben worden, doch „dieses Geld ist gut angelegt“. Das bestätigte dem Rathauschef auch der Zweite Bürgermeister. „Die sollten nun für die nächsten 20 Jahre halten.“

Einen herzlichen Dank erhielt auch der Dritte Bürgermeister Andreas Bonholzer. „Du warst für mich immer ein guter Berater. Auch wenn wir manchmal unterschiedlicher Meinung waren, so war gerade diese andere Ansicht für mich wichtig. Ich bekomme einfach andere, neue Impulse.“

Im Schneckentempo sei es dagegen mit dem Breitbandausbau vorangegangen. „Was unter 30 Megabit ist, bekommt Glasfaser“, so das Versprechen des Bürgermeisters. Für absolute Hochstimmung haben im Rathaus die „sehr guten Wasserwerte“ vom Pumpversuch gesorgt. „Die Ergebnisse der Analysen lassen auf höchste Wasserqualität schließen. Damit würden wir im Mineralwasser-Bereich liegen“, freute sich Leitmannstetter.

Und auch beim „Sorgenkind“ von Vogtareuth, das etliche Jahre für negative Schlagzeilen sorgte, hat sich etwas getan. „Das Prinzessinnenhaus wurde verkauft.“ Der jetzige Besitzer habe bereits mit ihm Kontakt aufgenommen und sei für „Wünsche“ aus der Bevölkerung offen, wie man die Immobilie sinnvoll nützen könne.

Turbulent sei es im Rathaus im Jahr 2018 gewesen: „Langjährige Mitarbeiter gingen in Ruhestand, neue Mitarbeiter kamen dazu.“

Die Landtagswahl im Herbst sei ordentlich über die Bühne gebracht worden, für Mai 2019 stehe die Europawahl an. „Viel Arbeit machen den Verwaltungen die Volksbegehren, die zusätzlich abgehandelt werden müssen“, bekannte Leitmannstetter.

Und da beim Rückblick auch der Ausblick auf das bevorstehende Jahr 2019 nicht fehlen darf, tippte der Bürgermeister einige Themen kurz an: Bauhof, Feuerwehrhaus in Zaisering, Renovierung der Schulturnhalle in Vogtareuth, die aus den 1970er-Jahren stammt, und natürlich das Wasser. „Hier stehen wir mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt in enger Abstimmung“, erklärte der Bürgermeister. „Mein Ziel ist es, den Kontakt unter den Vogtareuthern weiter zu stärken. Wir haben ein lebendiges Vereinsleben mit Leuchttürmen wie die Landjugend. Weiter so!“

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