Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


LESERFORUM

Warum müssen Flächen herhalten?

Zum Bericht „53000 Quadratmeter großes Solarfeld auf den Weg gebracht“ (Lokalteil):

Schechen vermeidet CO2-Emissionen und geht bei der Fotovoltaik voran. Das kleine Feld bei Ranft erhält nun einen großen Bruder. Mehr als sieben Fußballfelder wird der „Solarpark“ neben der Bahnstrecke in Hochstätt umfassen. Man kann bezweifeln, ob solche Anlagen bereits geboten sind, solange viele Dächer in Siedlungen oder Gewerbeparks noch Solarpanels-frei sind. Flächenvoltaik entstellt die Landschaft. Davon zeugen vorhandene Anlagen. Andererseits versteht man auch die Eigentümer dieser Flächen, wenn sie heutzutage Energie statt Lebensmittel produzieren. Die erzielbare Vergütung, verbunden mit der Aussicht auf massiv steigende Nachfrage, lassen es wirtschaftlich opportun erscheinen. So ähnlich machen es Agrarier, die ihren Betrieb in Teilen auf Mais-Bioenergie umstellen. Seit 1960 hat die Maisfläche in Deutschland um fast das Fünfzigfache zugenommen. Man spricht von „Vermaisung“. Wir müssen weg von Kohle und Öl, trotzdem ist es um jeden Flecken Landschaft schade, der unter Solarpanels verschwindet. Die Nutzung als Biotop mag gut gemeint sein. Aber Zäune und Sicherheitsanlagen sperren so manches Wildtier aus. Immer noch besser, als ein Windpark wird mancher denken. Das stimmt, ein Solarpark ist niedriger und liegt bis auf das Surren der Wechselrichter still da. Schechen wehrt sich zu Recht gegen Beeinträchtigungen durch die Brenner-Bahntrasse. Nun aber dieser große Solar-Park. Das könnte Schule machen und Investoren anziehen, die in offener Landschaft weitere Solar-Parks errichten möchten. Und dann die Nomenklatur: Laut Wikipedia handelt es sich bei einem Park um eine mit Gartenkunst gestaltete grüne Fläche. Vielleicht wandeln wir bald zwischen Mais und Solarpanels. Beides übermannshoch.

Norbert Vogel

Schechen

Kommentare