LESERFORUM

Ab wann ist man ein schwacher Verkehrsteilnehmer?

Zum Bericht „Schwächste Verkehrsteilnehmer schützen“, erschienen im Lokalteil:

Kurz vor den kommunalen Wahlen wird so ein halbseitiger Bericht von manchen gerne gesehen. Und diese Ampel war auch notwendig, gar keine Frage. Aber, Herr Jokisch, wenn es Ihnen um die Sicherheit der Bürger geht, warum beschäftigen Sie sich nicht mit einem mindestens genau so heißen Punkt in Bezug auf die Sicherheit von „Kindern als Verkehrsteilnehmer“ im Bereich der Winzerer-/Grafenstraße? Da gehen jeden Tag auch „schwächste Verkehrsteilnehmer“ in den Kindergarten, in die InntalSchule, die auch an der Grafenstraße auf den Bus warten, sowie Kinder, die nachmittags den Spielplatz besuchen! Seit Jahren haben Anlieger und betroffene Eltern Sie über die Gefahren aufmerksam gemacht, weil Autos kein Tempolimit kennen.

Oder sind Kinder in Ihren Augen keine „schwachen Verkehrsteilnehmer“? Ab welchem Alter gehört man in Brannenburg zu dieser Gruppe? Vor zwei Jahren etwa wurde zwar ein 30-Tempolimit-Schild angebracht und die Zahlen 30 auf dem Asphalt gemalt, aber wenn man schnell fährt, kann man natürlich nicht lesen! (Das gleiche gilt für die Winzererstraße, wo der Kindergarten St. Michael steht). Es wurde auch ein Tempoanzeiger installiert, der sporadisch in Betrieb ist und nur in einer Richtung die Geschwindigkeit misst (vom Dorf kommend).

Der wird genauso ignoriert, wie die Vorfahrt für die Winzererstraße! Ich persönlich habe mehrmals Autos gesehen, die mit bis 88 km/h an mir vorbei sind (laut Tempoanzeiger)! Von Seiten der Anlieger der Grafenstraße wurden Ihnen genügend Vorschläge zur Sicherheit der Kinder in diesem Bereich gemacht, dass es nicht einmal soviel Zeit in Anspruch nehmen sollte, sich auf die passende Lösung zu einigen. Die Kinder sind zwar nicht, die demnächst zur Wahl gehen, aber ihre Eltern und Groß eltern schon …

Anni Ettinger

Brannenburg

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