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Wachstum oder Gemeinwohl first?

Theo Schneider (links) vom Bund Naturschutz Rosenheim und Harry Colshorn, Biolandbauer und Vorsitzender der Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V.. re

Samerberg – Nein, hier geht es nicht um Donald Trump, auch wenn das der Titel des Vortrags vermuten lassen könnte.

„Wachstum first oder Gemeinwohl first? – Auf die Wirtschaft kommt es an“: Das fragten Theo Schneider vom Bund Naturschutz Rosenheim und Harry Colshorn, Biolandbauer und Vorsitzender der Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V.. Sie waren auf Einladung der Bürgerinitiative „Zukunft Samerberg“ nach Törwang gekommen.

Zunächst nannte Schneider ein paar augenfällige Beispiele aus der Region: Naturschutzgebiete wie in Egg stätt-Natzing müssen Gewerbegebieten Platz machen. Durch den hohen Flächenverbrauch komme es bei starken Regenfällen zu Überschwemmungen, und das Tetrapack-Recycling in Redenfelden sei auch nicht wirklich umweltfreundlich. Durch fehlende Überdachung gelangten Mikroplastikpartikel in die Umwelt, so der Referent.

Dem „derzeit noch entscheidungsbestimmenden Profit- und Konkurrenzdenken“ stellte Harry Colshorn in seinem Referat die in seinen Augen zukunftstaugliche Idee eines „ethisch-ökologischen Wirtschaftssystems“ entgegen. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung e.V. setze sich für ein „ethisches Wirtschaftsmodell“ ein. Das Wohl von Mensch und Umwelt sei dabei oberstes Ziel, nicht die Vermehrung von Geld. Colshorn: „Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Es ist kein Traum und keine Utopie, sondern eine wahre Alternative.“

Diejenigen, die sich dahingehend engagieren, erstellen eine sogenannte „Gemeinwohl-Bilanz“, die Erfolg nach neuen Maßstäben messe: Nicht Finanzgewinn sei Ziel, sondern Sinnoptimierung. Bewertet werden Aspekte wie Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung.

Weitere Infos unter www.bayern.ecogood.org oder www.ecogood.org re

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