Auf der Hochrieshütte gibt es eine neue Wirtin

Sektionsvorsitzender Franz Knarr (links) und zweiter Vorsitzender Josef Müller bei der Vertragsunterzeichnung mit Kathrin Schnatterer.
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Sektionsvorsitzender Franz Knarr (links) und zweiter Vorsitzender Josef Müller bei der Vertragsunterzeichnung mit Kathrin Schnatterer.
  • Michael Weiser
    vonMichael Weiser
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Manuel Hohenegg geht, es kommt – die Wirtin vom Kiosk an der Hochries-Talstation: Kathrin Schnatterer wird die Hochrieshütte des Alpenvereins übernehmen. Ihren neuen Job auf Rosenheims Paradeberg tritt sie am Samstag, 1. August, an.

  • Kathrin Schnatterer zieht von der Talstation der Hochries auf den Berg und betreibt fortan die Hütte.
  • Die neuen Pächter der Hochrieshütte fangen am 1. August an.
  • Auf der Hochrieshütte soll es weiterhin typische Bergspeisen geben.
  • Der scheidende Wirt hat auf der Hochrieshütte viel erlebt.

Rosenheim/Samerberg – Wachablösung auf Rosenheims Paradeberg: Manuel Hohenegg hat als Pächter der Hochrieshütte gekündigt, seine Nachfolge tritt Kathrin Schnatterer (35) an. Die Neue ist eine alte Bekannte: Seit bald fünf Jahren betreibt sie den Kiosk an der Hochries-Talstation. Die Hütte auf der Hochries wird sie zusammen mit einem Geschäftspartner bewirtschaften.

Die neue Hüttenwirtin hat einen erfahrenen Partner an ihrer Seite

Nach der Kündigung Manuel Hoheneggs und seiner Frau Sarah sei man froh, schnell engagierte und qualifizierte Nachfolger gefunden zu haben, sagt Franz Knarr, Chef der DAV-Sektion Rosenheim.

Mit im Boot ist als Geschäftspartner Benni Smogavc (32), ebenfalls erfahrener Hotelfachmann und gelernter Koch. Er und Kathrin Schnatterer kennen sich aus gemeinsamen Hotelzeiten in München. „Im Hotel am Platzl war er mein Azubi“, sagt Kathrin Schnatterer.

Auf der Speisekarte: Das, was man am Berg erwarten darf

Die beiden Neuen werden bereits am Samstag, 1. August, ihren neuen Job antreten. „Am 31. Juli werden wir raufgehen, tags drauf fangen wir an“, sagt die neue Pächterin. „Wir lieben es sportlich.“ Als Gastronomin in gehobener Position – auf 1569 Metern Höhe – möchte sie Tradition mit frischem Wind verbinden, wie sie den Heimatzeitungen des OVB auf Anfrage erzählt. Bierbank und Liegestuhl, sozusagen.

Der markante, langgezogene Bergrücken mit dem Gipfel in der Mitte: So kennt man Rosenheims Hausberg, die Hochries. Ganz oben betreibt nun ein neues Pächterpaar die Hütte.

Die Bergfreunde sollten auf der Speisekarte finden, was man am Berg typischerweise erwarten dürfe, etwa Kaiserschmarrn, ansonsten das Gewohnte auch mal frisch aufgemischt, etwa Tapas als Brotzeit. „Man kann Schweinebraten typisch machen – oder auch mal raffinierter“, sagt sie. Was stets gleichbleiben soll: „Was man regional einkaufen kann, sollte man auch regional einkaufen.“ Und: Es soll für jeden etwas dabei sein, auch für den Vegetarier oder die Veganerin.

„Ein Hüter unseres Hauses“

Franz Knarr, Chef der Alpenvereinssektion Rosenheim, stellt dem scheidenden Wirt ein gutes Zeugnis aus. „Der Manu war ein Hüter unseres Hauses“, sagt Knarr; „mit der Sanierung der Seilbahn und mit der Corona-Pandemie hat er eine schwierige Zeit erlebt.“ Dreieinhalb Jahre lang waren Manuel und Sarah Hohenegg die Wirtsleute auf der Hochrieshütte gewesen.

„Wir danken allen Gästen, vor allem den Stammgästen“

Corona sei in der Tat eine anstrengende Zeit gewesen, bestätigt Hohenegg, nun gelte es, sich anderen Herausforderungen zu stellen. Der scheidende Wirt möchte sich bei allen Gästen bedanken, „vor allem bei den zahlreichen Stammgästen, die wir sicher auch vermissen werden.“

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Wohin er und seine Frau gehen, was sie machen, darüber möchte er noch nichts sagen. Aber über das schönste Erlebnis in der Zeit auf der Hochries „Eigentlich immer, am Morgen neben meiner Frau aufzuwachen“, sagt er und lacht.

Wenn man so will, geht Manuel Hohenegg demnächst reicher, als er in die Gegend von Rosenheim gekommen ist – reicher um die Hochries. Zumindest wenn man dem begnadeten Alpinisten Hans Kammerlander glaubt: „Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm.“ Ihn zitiert Manuel Hohenegg zu seinem Abschied. Es muss für ihn was Wahres dran sein.

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