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Eine Kochshow mit Pfiff

Vroni Lutz aus Riedering zeigt Lieblingsschmankerl – Fernsehküche zum Nachmachen bei „Die Vroni“

Die Köchin Vroni Lutz in ihrer Fernsehküche in Gmund. Hier zeigt sie den Zuschauern, wie sie mit ein paar Kniffen ihre Gerichte aufpeppen können.
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Die Köchin Vroni Lutz in ihrer Fernsehküche in Gmund. Hier zeigt sie den Zuschauern, wie sie mit ein paar Kniffen ihre Gerichte aufpeppen können.
  • VonElisabeth Kirchner
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Jünger, neuer, mit Pfiff – das neue Format einer Fernseh-Kochshow mit Vroni Lutz aus Riedering will vor allem das jüngere Publikum ansprechen. Dabei geht es weniger um komplizierte Rezepte, um ausgefallene Zutaten oder um die genaueste Beachtung von Gramm und Teelöffeleinheiten – nein: „Die Vroni“ will vor allem fürs Kochen begeistern.

Riedering – Leidenschaft am Kochen, das hatte Vroni Lutz schon immer. Dabei waren ihre Jugend und ersten beruflichen Jahre eher von sportlichem Ehrgeiz und Tempo geprägt: So holte sie beim Schwimmen für den TSV Rosenheim nationale und internationale Titel. Sie gewann sogar bei der EM. Nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere ließ sie sich zur medizinisch-technischen Assistentin ausbilden – „fürs Mediziner-Studium war ich zu ungeduldig“, sagt sie. Und schließlich machte sie dann doch ihr Hobby Kochen zum Beruf.

Eigenes Café in Riedering

Vom Gut Apfelkam, wo sie erstmals professionell kochte, ging es weiter zum Werkhaus Raubling, dann Catering-Service und Teamköchin für das Raublinger Radprofiteam Bora-Hansgrohe. Seit drei Jahren betreibt sie ein eigenes Café in Riederings Ortsmitte: „Hier bin ich angekommen.“ Sie bewundere Sterne-Köche. „Deren Kochkunst finde ich Wahnsinn. Beeindruckend“, schwärmt sie.

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Auch wenn sie selbst gern gesund, regional und saisonal kocht, wie es oftmals die Profi-Köche vormachen und beschwören, so pflegt sie in ihrer eigenen Küche einen eigenen Stil.

Sie schaue sich immer gern Rezepte an. Gleichwohl halte sie sich nicht exakt an die Mengenangaben, da gehe sie nach Gefühl. Denn: „Abschmecken muss jeder für sich selbst.“ Auch bei den Zutaten ist sie gelassen. In ihrer ersten Sendung kocht sie Rahmschwammerl mit Trüffel an Parmesan-Knödel. „Wem der Trüffel zu viel ist, der lässt ihn halt weg.“ Es brauche auch nicht jede Profi-Gerätschaft, da könne man immer gut improvisieren.

Will Zuschauer inspirieren

Sie wolle den Zuschauer inspirieren, ihm „einen Anstoß geben, was passt, was schmeckt.“ Kochen daheim sei keine Zauberei.

Die Sendung funktioniert wie folgt: Vier Zuschauer stellen in Einspielfilmen jeweils ihre Lieblingsgerichte vor. Das kann von Traditionsgerichten bis hin zu regionalen Klassikern alles sein. Die Gerichte werden dann von Vroni Lutz kreativ umgestalten.

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Die Beilage Polenta wird bei Vroni in Forellenfilets auf Kürbis-Speck-Polenta oder als vegetarische Variante zu Kürbis-Polenta mit pochiertem Ei umgesetzt. Alltagstauglich, bodenständig, mit Pfiff, aber leicht nachzukochen – darum geht es in der Sendung.

Muss Gerichte zwei Mal kochen

Vor der Kamera sehe das Kochen leicht aus, gibt sie zu. Aber das sei dem Schnitt geschuldet. Sie koche die Gerichte zwei- bis dreimal vor laufender Kamera nach. Sie zeichnet mit unterschiedlichen Perspektiven – weit weg, nah dran oder von oben – das Kochgeschehen auf.

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Die Küche, in der gedreht wurde, ist auch keine Profi-Küche, sondern eine Privat-Küche in Gmund, wo einer der beiden Gebrüder „Ungehobelt“ (die kleine Produktionsfirma produziert die Kochshow fürs Fernsehen) wohnt.

Aber macht das Kochen vor laufender Kamera nicht nervös? „Anfangs schon, da rede ich ins Dunkle, in die Kamera, aber dann wurde es immer einfacher.“ Vielleicht kommen ihr da ihre früheren TV-Erfahrungen zugute. Sie kochte sich schon 2015 bis ins Finale der Koch-Show „Game of Chefs“ auf dem Privatsender VOX und drehte für den Bayerischen Rundfunk (BR) schon eine Pilot-Folge Lieblingsschmankerl vor eineinhalb Jahren. Die Herausforderung als TV-Köchin hat ihr viel Spaß gemacht.

Zweite Staffel ist bereits im Kasten

Inzwischen ist eine zweite Staffel abgedreht. Auch wenn sie keine gelernte Köchin ist, will sie zum Kochen daheim animieren.

Ihre älteste Tochter sei „ein Gourmet“, die beiden jüngeren Geschwister seien da noch etwas zurückhaltender. Aber das werde noch, ist Vroni Lutz überzeugt. Rezepte nachzukochen, kreativ und mit Pfiff aufzuwerten, dazu braucht es ein bisschen Mut, empfiehlt die Köchin mit charmantem Lächeln. Aber dann werden ganz schnell aus den altbekannten Rezepten neue Lieblingsschmankerl.

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