Vogtareuther Trinkwasser leidet unter Brenner-Nordzulauf

Die Wasserversorger und die Bauern sind die großen Verlierer, kommt die violette Trasse des Brenner-Nordzulaufs. Für Letztere gibt es Hilfestellung für eine schnelle eigenen Stellungnahme. Die der Gemeinde ist auf dem Weg nach München.

Vogtareuth – Die Gemeinde ist nicht betroffen, also beteiligen wir uns auch nicht – so war lange die Auffassung in Vogtareuth zum Raumordnungsverfahren des Brenner Nordzulaufs. Erst auf den letzten Metern entschloss sich der Gemeinderat, die Nachbargemeinden zu unterstützen und bat Teresa Pöller, eine Stellungnahme auszuarbeiten.

Hydrogeologisches Gutachten fehlt

Das Ergebnis lag jetzt dem Gemeinderat vor. Einen Schwerpunkt setzte Pöller bei der Trinkwasserversorgung, die in der Region das größte Problem sei und auch die Gemeinde Vogtareuth mit ihrem neuen Brunnen direkt betreffe. Ein hydrogeologisches Gutachten fehle in den Unterlagen der Bahn, „da ist wohl gehudelt worden.“

Landkreis wird zerschnitten

Auch die Stadt Rosenheim spreche sich inzwischen gegen die violette Grobtrasse aus, weil diese den Landkreis in Nord und Süd zerschneide. Die Vogtareuther Räte hatten schon in der vorherigen Sitzung geklagt, dass der direkte Weg nach Rosenheim auf Jahre hinaus nicht möglich wäre.

Weitere Brücke über den Inn

Pöller hatte die Nachricht dabei, dass der Inn bei Leonhardpfunzen sicher nicht unterquert werde, weil sonst die Steigung bis Großkarolinenfeld zu steil werde. Es käme also eine Brücke über den Inn und damit ein riesiges Tunnelportal in direkter Nachbarschaft zu den St. Leonhardsbrunnen.

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Der fehlende Bedarfsnachweis war ebenso Thema wie die Tatsache, dass „die Züge mit 230 an Rosenheim vorbei fahren“, Stadt und Landkreis vom Fernnetz der Bahn abgehängt wären.

Existenzbedrohung der Landwirte

Zur Existenzbedrohung der Landwirte sagte Teresa Pöller, es gebe eine vorformulierte Stellungnahme, wo nur noch Flurnummer oder Gebiet einzutragen sei. Ein Anruf bei ihr unter 01 76/610 55 74 reiche und sie maile die Vorlage sofort zu.

Der Gemeinderat stimmte ohne große Diskussion einmütig dafür, dass der Bürgermeister die Stellungnahme, ergänzt durch Pläne des Trinkwasserbrunnens, abschicken soll. Sylvia Hampel

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