Vogtareuth: Nachverdichtung in Hölking beschlossen

„Verschiebt den Neubau, damit mein Bergblick erhalten bleibt.“ Der Einwand eines Hölkingers waren den Vogtareuther Gemeinderäten neu. Sie kamen dem Wunsch nicht nach.

Vogtareuth – Da waren sie dann sprachlos, die Gemeinderäte: Ein Anlieger in Hölking hatte einen Einwand gegen die Bebauungsplanänderung vorgebracht – der Neubau auf dem Nachbargrundstück möge doch bitte so verschoben werden, dass sein Bergblick erhalten bleibt. Bauamtsleiterin Jeanette Sonntag blieb gefasst, erklärte, dass das wegen der Abstandsflächen nicht möglich sei und weiter ging‘s bei der Planänderung.

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Da war gleich zu Anfang die Frage aufgetaucht, warum denn die Baufenster so starr festgelegt seien. Da gebe es doch sonst mehr Spielraum. Bei Neubaugebieten schon, so Sonntag, hier aber gehe es um eine Nachverdichtung. Die Wünsche der Antragsteller seien, so weit wie möglich, berücksichtigt worden, „die waren alle zufrieden“, so Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (ÜWG).

Von den sogenannten Trägern öffentlicher Belange – Fachbehörden, Organisationen, Nachbargemeinden gehören dazu – waren keine oder die üblichen Rückmeldungen gekommen: die Telekom erinnerte an Telefonkabel, der Energieversorger an Stromleitungen, der Bauernverband an die Emissionen und Immissionen von bestehenden Höfen. Neu bei den Standarteinwänden: Das Wasserwirtschaftsamt, das darauf hinweist, dass wegen Starkregen die Gebäude bis 25 Zentimeter über dem Gelände wasserdicht sein müssen.

Die Frage nach ausreichend Löschwasser kam auf. Leitmannstetter sicherte zu, dass man dem nachgehen werde, mit der für die Wasserversorgung zuständigen Gemeinde Söchtenau Kontakt aufnehme. Aus den Reihen der Räte kam der Vorschlag, nicht genutzte Güllegruben als Löschwasserspeicher zu nutzen.

Der Rat stimmte einmütig für die Bebauungsplanänderung in Hölking. Sylvia Hampel

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