Vogtareuth: Warum die Parkplatzfrage die Anzahl neuer Wohnungen begrenzt

In Weikering in der Gemeinde Vogtareuth sind vier Doppelhaushälften geplant – vorzugsweise für Einheimische. Der Gemeinderat hat kürzlich das Baurecht beschlossen. Klinger
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In Weikering in der Gemeinde Vogtareuth sind vier Doppelhaushälften geplant – vorzugsweise für Einheimische. Der Gemeinderat hat kürzlich das Baurecht beschlossen. Klinger
  • vonAlexandra Schöne
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Der Vogatreuther Gemeinderat gibt grünes Licht für vier Doppelhaushälften im Ortsteil Weikering. Viel diskutiert wurde das Thema Autostellplätze.

Vogtareuth – In der Gemeinde Vogtareuth soll im Ortsteil Weikering Wohnraum für Einheimische entstehen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das Baurecht für vier Doppelhaushälften beschlossen.

Es ist ein Thema, das die Gemeinderäte offenbar sehr bewegt: der Bebauungsplan Nummer 32 „Weikering“. Gut eineinhalb Stunden habe man diskutiert, berichtet Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (Überparteiliche Wählergemeinschaft). Am Ende habe man aber mit nur einer Gegenstimme für die Ausweisung des Baurechts in einem Gebiet südwestlich von Weikering gestimmt.

Lange Debatte um Wohneinheiten

Auf dem dortigen Grund, der der Gemeinde Vogtareuth gehört, sollen vier Doppelhäuser entstehen. Zwei von ihnen haben eine Grundfläche von 180 Quadratmetern, die andere Hälfte breiten sich über 170 Quadratmeter aus. Alle sollen sechs Meter hoch gebaut werden. Jede der Doppelhaushälften soll Leitmannstetter zufolge nur für eine Wohneinheit zur Verfügung stehen. Das hätten die Gemeinderäte nach langer Debatte beschlossen.

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Den Vorschlag des zuständigen Planers lehnten sie damit ab. Dieser hatte überlegt, jede der Hälften für zwei Wohneinheiten auszulegen. Die Sorge der Politiker: Wenn zu viele Personen in die Häuser ziehen und diese dann auch noch Besuch bekommen, könne man wegen der parkenden Autos Platzprobleme auf der Straße bekommen. Angedacht seien für jede Haushälfte nur zwei Stellplätze.

Auf Privatgrund entsteht ein großes Haus

Gleich neben den geplanten Parkplätzen für die vierte Doppelhaushälfte grenzt ein Privatgrund an, sagt Leitmannstetter. Dort soll ebenfalls ein Haus entstehen. Es wird größer, auf der Planskizze ist es in Form eines nach links gedrehten Ls gezeichnet. Die Grundfläche misst 350 Quadratmeter. „Der Eigentümer des Grunds wird das Haus vermutlich als Büros oder Wohnungen vermieten.“

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Unmittelbar neben dem Privatgrund wird laut dem Bürgermeister eine Ausgleichsfläche geschaffen. Sie soll naturnah mit Bäumen und Pflanzen gestaltet werden, sodass sich dort eventuell auch Tiere ansiedeln können. Eine landwirtschaftliche Nutzung sei auf dieser Fläche ausgeschlossen.

Gutachten werden erstellt

Der Grundstein, also der Beschluss für das Baurecht in Weikering, ist damit gelegt. Jetzt gehe es ins Verfahren, sagt Leitmannstetter, Unter anderem das Landratsamt, das Wasserwirtschaftsamt und die umliegenden Nachbarn sollen sich zu den Plänen äußern.

Vorgebrachte Einwände werden in ein bis zwei Monaten in einer Sitzung behandelt. Außerdem müsse die Gemeinde noch ein Lärmemissions- und ein Bodengutachten erstellen.

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