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NEUBEUERN BEENDET MOTTOJAHR „LEBEN AM INN, FRÜHER UND HEUTE“

Visueller Ausflug in die Vergangenheit

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Rückblick mit vielen Bildern und Musik: Das Mottojahr „Leben am Inn, früher und heute“ ließ die Gemeinde Neubeuern jetzt bei der Abschlussveranstaltung Revue passieren.

Neubeuern – Das Mottojahr der Marktgemeinde Neubeuern „Leben am Inn, früher und heute“ ging zu Ende und empfing im Jahresverlauf alle Gäste aus nah und fern mit einer Vielzahl von publikumsstarken Festivitäten und Aktionen. Den Rückblick auf ein Jahr, geprägt durch Tradition und Brauchtum, gestaltete die Initiative Kultur, Tourismus und Gewerbe in ihrer Abschlussveranstaltung beim Dorfwirt Vornberger, musikalisch begleitet von der Brotzeitmusi und dem Reischenharter Viergesang.

Gemeinderätin Ingrid Leitner moderierte den Abend und zeigte alte Postkarten, die Einblick in „die gute alte Zeit“ erlaubten, in der die letzte Postkutsche über den Marktplatz fuhr, Heimatfilme mit Marianne Koch gedreht wurden, der Ausflugs-Kleinbus vor dem Marktbrunnen hielt, um seinen Gästen die attraktive Landschaft rund um die Perle des Inntals zu zeigen und viele Fotoerinnerungen mehr.

Welch harte Arbeit die Innschifffahrtsleute damals zu meistern hatten, dokumentierte ein elfminütiger Schmalspurfilm aus dem Jahr 1954 – zum Erhalt digitalisiert – unter dem Titel „Am Fuße des Wendelsteins“ mit Aufnahmen aus Rosenheim und dem Inntal. Die Waren wurden auf der nassen Straße von Italien bis nach Ungarn transportiert und ein Rosstrack zog die hölzernen Schiffe innaufwärts wieder zurück. Zwischendrin lag Neubeuern, das zur Einkehr und Stärkung lud und durch die Innschifffahrt an Bedeutung und Wohlstand errang.

Einkauf in sechs Kramerläden

Den Wandel der Zeit beschrieben in einem Audio-Interview Neubeurer Senioren, die sich an ihr erstes Badevergnügen im heute verwaisten Altenbeurer Schwimmbad erinnerten, an das Ankommen der ersten Flüchtlinge in Neubeuern nach dem Zweiten Weltkrieg, die Einkaufsmöglichkeiten in den sechs Kramerläden am Ort und dem Dengeln, also das Schärfen des Sensenblatts. Ein Verserl trug Hilde Fortner vor, das sie als Fahnenmutter einstudiert hatte und beim Aufmarsch der Fahnenabordnung vortrug.

Franz Steinkirchner, Vorstand des Verkehrsvereins, stellte die Prämierung des Urlauber-Fotowettbewerbs vor. Die Motivsuche und das Knipsen belohnte der Verein mit attraktiven Preisen. Drei Übernachtungen im Lend hüterhaus gewann Familie Behrle aus Bad Soden, zwei Übernachtungen im Nieder auerhof verbringt Familie Peter aus Halle, kulinarische Speisen serviert das Valuga im Glaserwirt für Familie Lutter aus Wiesbaden und den Sonderpreis, Kaffee mit Süßem, genießt Familie Hahn aus Höchberg im Café „Klein und Fein“ auf dem Marktplatz.

Respekt zollte Bürgermeister Hans Nowak der Präsentation, das ein Stückchen Vergangenheit ins Bewusstsein zurückbrachte und neben Erinnerungen auch den Ort in seiner hundertjährigen Entwicklung bildlich begleitete. „Mein Dank gilt allen Ortsvereinen, die unser Mottojahr mit ihren Initiativen bereicherten, der Schule Schloss Neubeuern mit dem historischen Blick mit Bild und Filmmaterial der 30er-Jahre, der Hohenauschule, dem Künstlerkreis, dem Verkehrsverein und den Organisatoren der heutigen Abschlussveranstaltung.

Die Schönheit der Kommune bewahren

Die aufgezeigte Historie verpflichtet uns, das Erbe unserer Vorfahren zu pflegen und zu erhalten“, betont Nowak. Das „Innbrucknliad“ des Reischenharten Viergesangs würdigte den Alpenfluss, der rechts und links seiner Ufer die idyllisch gelegene Landschaft prägte. Ingrid Leitner bedankte sich bei allen Vereinen für die vielen Veranstaltungen in diesem Jahr und schloss mit dem Wunsch, dass Neubeuern auch in Zukunft mit seiner Ausstrahlung und Schönheit für alle Bewohner und Besucher erhalten bleiben möge.

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