Viel mehr Oberflächenwasser durch Ausbau der Autobahn

Der Zusammenfluss von Aubach und Rohrdorfer Ache in Achenmühle beim jüngsten Hochwasser. Für Rohrdorfs Bürgermeister wäre ein zusätzlicher Wasserabfluss, hervorgerufen durch die geplante Verbreiterung der A8, nicht ohne Gefahr für Achenmühle und Rohrdorf.
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Der Zusammenfluss von Aubach und Rohrdorfer Ache in Achenmühle beim jüngsten Hochwasser. Für Rohrdorfs Bürgermeister wäre ein zusätzlicher Wasserabfluss, hervorgerufen durch die geplante Verbreiterung der A8, nicht ohne Gefahr für Achenmühle und Rohrdorf.

Rohrdorf – Eben erst ist das Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf gestartet, schon geht es für Rohrdorfs Bürger auf die nächste Baustelle, den sechsstreifigen Ausbau der A 8.

Hier ist nämlich das Planfeststellungsverfahren für den Streckenabschnitt zwischen Achenmühle und Bernauer Berg angelaufen.

Ein Bereich, der zwar nicht mehr auf Rohrdorfer Gemeindegebiet liegt, nach Ansicht von Bürgermeister Simon Hausstetter aber dennoch durchaus für Rohrdorf Relevanz hat: Die Entwässerung der Autobahn erfolgt über die Rohrdorfer Ache, die bei einem geplanten sechsstreifigen Vollausbau der A 8 deutlich mehr Oberflächenwasser zu verkraften hätte. Das jüngste Hochwasser aber hat dem Bürgermeister deutlich gezeigt, dass schon jetzt eine relativ kurze Dauerregenphase zu erheblichen Problemen führt.

Die Verwaltung Rohrdorfs wird deshalb beim Planfeststellungsverfahren einen entsprechenden Einwand bringen. Dieser, so Hausstetter, könnte durch entsprechende Bürgerbedenken ergänzt werden, um auch hier wieder für mehr Nachdruck zu sorgen.

In den nächsten Tagen soll auf der Homepage der Gemeinde eine entsprechende Musterstellungnahme zu finden sein.

Die Einwandsfrist endet am Donnerstag, 3. September. Einwände können, wie schon beim Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf, direkt bei der Gemeindeverwaltung abgegeben werden, die sie gebündelt weiterleiten wird.

Um das rechtzeitige Eintreffen bei der Regierung von Oberbayern sicherzustellen, sollten die Einwände bis einschließlich Montag, 31. August, bei der Gemeinde vorliegen. jt

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