Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Ja, da muss ich gut organisiert sein“

Chefin im Ehrenamt: Wie Eva Fuchs aus Stephanskirchen den Verbraucher-Service Bayern leitet

Eine Frau mittleren Alters steht auf einem Wochenmarkt. Die Frau heißt Eva Fuchs und ist die Chefin des VerbaucherService Bayern.
+
Eva Fuchs aus Stephanskirchen ist die Landesvorsitzende des VerbraucherServices Bayern. Und ehrenamtliche Chefin von 63 Frauen und Männern.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
    schließen

Vorsitzende des Verbraucherservice Bayern - und das im Ehrenamt. Eva Fuchs aus Stephanskirchen, Mutter dreier Söhne, lacht. „Ja, da muss ich gut organisiert sein.“

Stephanskirchen - Zum Verbraucherservice des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) kam Eva Fuchs, aufgewachsen in Haidholzen, wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind. Nach dem Studium der Volkswirtschaft arbeitete sie in einer Bank, zog dann mit ihrem Mann wegen dessen Facharztausbildung nach Würzburg. Dort traf sie einen Schulfreund wieder, der als Berater beim Verbraucherservice tätig war und wusste, dass dort Finanzberater gesucht werden. Für Eva Fuchs, damals Mutter eines Kleinkindes, durchaus interessant.

Jahrelang um die Finanzen gekümmert

Dass sie ein gutes Dutzend Jahre später Landesvorsitzende des Verbraucherservices sein würde, damit hat sie selber nicht gerechnet. Auch wenn sie sich seit Jahren um die Finanzen des Verbraucherservices gekümmert hat. Und „nebenbei“ noch zwei Söhne bekam. Und aus Unterfranken zurück nach Stephanskirchen zog.

Hauptamtliche Angestellte mit ehrenamtlicher Chefin

63 Frauen und Männer arbeiten in 15 Beratungsstellen des Verbraucherservice Bayern des KDFB, vom Minijob bis Vollzeit. Sie alle sind angestellt. Die Chefin, die alles koordiniert, die Wirtschaftspläne erstellt, Fördermittel bei den Ministerien für Ernährung und für Verbraucherschutz locker macht, die arbeitet ehrenamtlich. „Ich habe aber auch den Luxus des Ehrenamtes, mal zu sagen‚ geht jetzt nicht‘“, konstatiert Eva Fuchs.

Denn die Buben - 8, 11 und 14 Jahre alt - fordern auch ihr Recht. „Ich versuche viel wegzuarbeiten, während die drei in der Schule sind“, sagt Eva Fuchs. Klappt nicht immer. Aber die Großeltern im Ort springen ein, wenn Eva Fuchs zum Beispiel zu einer Verbandstagung muss.

Bunte Themenpalette

15 bis 20 Stunden wendet Eva Fuchs in einer normalen Woche für die den Verbraucherservice auf. „Es macht wahnsinnig viel Spaß“, sagt sie, „auch weil die Themen so breit gefächert sind und ich so viel gelernt habe und noch lerne, was ich sonst nicht gelernt oder erlebt hätte.“ Die Aufgabe bereichere sie enorm. Und: „Ich kann jetzt problemlos vor 150 oder mehr Menschen reden“, lacht die lebhafte 46-Jährige.

Der Verbraucherservice Bayern berät zu verschiedensten Themen. Sei es Nebenkostenabrechnung, Reiserecht, Kredite, Baufinanzierung, Altersvorsorge, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, Schimmelbeseitigung, Handystrahlung, Bildungsangebote und er geht für Projektarbeit zu Alltagsthemen in Schulen. Letzteres hat Eva Fuchs angesichts ihrer Söhne zur Chefinnensache erklärt. „Ein schönes Projekt, weil wir da sehr früh anfangen, Alltagskompetenzen zu vermitteln.“

Das Ernährungsteam des Verbraucherservice, den es mit Beratungsstellen - die Nähesten sind in Traunstein und München - sowie telefonischer und digitaler Beratung so nur im bayerischen Landesverband des KDFB gibt - berät nicht nur in Sachen „zu viel, zu fett, zu süß“ und bietet Kochkurse an, sondern kümmert sich auch um „Lebensmittel - zu schade für den Müll“. Hinterlässt das Spuren bei Eva Fuchs? Die grinst breit: „Klar ändert sich das Einkaufsverhalten!“

Mehr zum Thema

Kommentare