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Helfer ziehen Bilanz

Unwetter über Söchtenau: Bäume und Schilder herausgerissen

Teils vom Wind entwurzelte Bäume sind auf die Dächer umliegender Gebäude gestürzt und haben für Schäden gesorgt.
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Teils vom Wind entwurzelte Bäume sind auf die Dächer umliegender Gebäude gestürzt und haben für Schäden gesorgt.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Gleich zwei Unwetter richteten in der Gemeinde Söchtenau innerhalb von zwei Tagen Schäden an: Sturmböen entwurzelten Bäume und rissen sogar Schilder aus dem Boden. Die Helfer mussten die Lage erst mal sondieren, bevor sie ans Werk gehen konnten.

Söchtenau – Am Montag und Mittwoch sind Unwetter über die Gemeinde Söchtenau gezogen. Am Montag (26. Juli) war vor allem der Süden der Gemeinde mit den Ortsteilen Schwabenring, Untershofen und Krottenmühl betroffen. Jedoch sei es in den Ortsteilen noch einigermaßen glimpflich abgelaufen, wie Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer schildert.

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Jenseits vollgelaufener Keller habe es keine schlimmeren Schäden gegeben.

Schwerer sei das Unwetter hingegen am Mittwoch (28. Juli) ausgefallen, von dem wiederum eher der Norden Söchtenaus betroffen war, vor allem die Ortschaften Haid, Rachelsberg, Hayng und Söchtenau. Von zwei Maschinenhallen seien ganze Dächer weggeflogen, eines davon landete rund 200 Meter entfernt auf einer Wiese. Verkehrsschilder habe der Wind regelrecht aus dem Boden gezogen. Die Zeichen hätten wild umher in der Gegend herumgelegen.

Bäume aus dem Boden gedreht

Auch zum Teil sehr große Bäume samt Wurzelwerk hätten die Böen aus dem Boden gedreht, berichtet Rathauschef Summerer. Sämtliche Gewächse auf dem Söchtenauer Friedhof seien umgestürzt oder so stark beschädigt worden, dass sie wohl entfernt werden müssen.

Auch den Abzug eines Kamins haben die Windböen verbogen.

Mit entwurzelten Bäumen waren auch mehr als 120 Helfer der Söchtenauer Feuerwehr beschäftigt, wie deren Kommandant Georg Michlbauer schildert. Denn zu den vordringlichsten Aufgaben für die Brandbekämpfer zählte, die Verkehrssicherung der Fahrtwege.

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Dies auch, um die Einsatzstellen überhaupt erreichen zu können, viele Gemeindestraßen seien von umgestürzten Bäumen blockiert gewesen. Nach der Alarmierung am Nachmittag seien die Einsatzkräfte bis circa 22 Uhr unterwegs gewesen, insgesamt arbeiteten sie nach Angaben des Rathauschefs rund 45 Einsätze ab.

Anfängliche Chaosphase

Neben wassergefluteten Kellern, die auch am Mittwoch zur Schadenslage dazugehörten, waren die Helfer auch bei abgedeckten oder aufgerissenen Dächern im Einsatz. Feuerwehrkommandant Michlbauer spricht von einer anfänglichen Chaosphase, nachdem die ersten Helfer angerückt waren. Doch nach rund einer halben Stunde, habe man sich einen guten Überblick über das Geschehen verschaffen können, um die Einsätze dann Stück für Stück abarbeiten zu können.

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In einem Wald bei Heumühle hinterlässt das Unwetter entwurzelte und umgeknickte Bäume.

Dabei zeigt sich der Feuerwehrchef mehr als zufrieden mit seinen Kräften. Zumal es ein Einsatz „ohne Gleichen“ gewesen sei, dem sich die Feuerwehrleute gegenüber sahen. „Ein Grundsatz der Feuerwehr ist: Es ist nichts unmöglich“, kommentiert der Kommandant das Improvisationstalent seiner Zunft in Sachen Gefahrenabwehr.

Gute Zusammenarbeit zwischen den Wehren

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Wehren habe ausgezeichnet funktioniert. Neben der Söchtenauer Wehr waren diverse Brandbekämpfer aus dem Inntal in das Geschehen mit eingebunden. Und nicht zuletzt zeigt sich Michlbauer auch von vielen Handwerkern beeindruckt, die in die betroffenen Ortschaften ausgerückt seien, um die entstandenen Schäden zu beseitigen.

Weggefegt: ein Stadl in Haid.

Nachbarn helfen sich untereinander

Rathauschef Summerer wiederum freut sich über den guten Zusammenhalt der Betroffenen in seiner Gemeinde. Er war eine Stunde nach Ende des Unwetters zu Fuß in zwei der betroffenen Ortsteile, in Söchtenau und Haid, unterwegs. „Die Stimmung war trotz allem sehr gut. Die Nachbarn haben sich vorbildlich untereinander geholfen.“ Und wenn man sich die Hochwasserschäden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz anschaue, sei die Gemeinde Söchtenau noch glimpflich davongekommen.

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