von 60 auf 80 Cent

Übernachtungsgäste zahlen mehr Fremdenverkehrsbeitrag in Nußdorf

Seit Jahrzehnten gilt Nußdorf bei vielen Erholungssuchenden als der Ort ihrer Wahl. Nach 17 Jahren erhöht die Gemeinde nun den Fremdenverkehrbeitrag, der pro Übernachtung erhoben wird – um ganze 20 Cent.
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Seit Jahrzehnten gilt Nußdorf bei vielen Erholungssuchenden als der Ort ihrer Wahl. Nach 17 Jahren erhöht die Gemeinde nun den Fremdenverkehrbeitrag, der pro Übernachtung erhoben wird – um ganze 20 Cent.
  • vonVolkhard Steffenhagen
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Der Fremdenverkehrsbeitrag wird ab 1. März 2021 von derzeit 60 Cent auf 80 Cent je Übernachtung angehoben. Eine weitere Erhöhung auf einen Euro soll in einem überschaubaren Zeitraum erfolgen. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die 60 Cent hatten seit 2004 gegolten.

Nußdorf– Im Zusammenhang mit der jährlich stattfindenden Rechnungsprüfung hatte der Prüfungsausschuss die Gemeinde darauf aufmerksam, dass eine Erhöhung der Übernachtungspauschale von 0,60 Euro auf einen Euro möglich sei. Nach Rücksprache mit der Finanzverwaltung und dem Verkehrsverein im Dezember 2020 wurde zum Ende des Corona-Lockdowns einvernehmlich eine Gebührenerhöhung um 20 Cent je Übernachtung empfohlen. Dem kam nun der Gemeinderat einstimmig nach und schloss nicht aus, dass eine weitere Erhöhung auf einen Euro in einem überschaubaren Zeitraum erfolgen soll. Kinder bis fünf Jahre bleiben weiterhin frei. Für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren gilt ein ermäßigter Beitrag von 0,40 Euro.

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Der Fremdenverkehrsbeitrag dient neben einem Kurbeitrag der Abgeltung der von der Gemeinde für die Förderung des Fremdenverkehrs gemachten Aufwendungen. Diese Abgabe wird in Gemeinden, in denen die Zahl der Fremdenübernachtungen im Jahr in der Regel das Siebenfache der Einwohnerzahl übersteigt, von denjenigen selbständig Tätigen erhoben, die aus dem Fremdenverkehr unmittelbar oder mittelbar wirtschaftliche Vorteile ziehen. Die Überlegung ist, dass zu den kommunalen Tourismusaufwendungen diejenigen besonders beitragen sollen, die davon wirtschaftlich am meisten profitieren. Voraussetzung ist eine gemeindliche Fremdenverkehrsbeitragssatzung, die Nußdorf hat.

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In den staatlich anerkannten Kurorten, zu denen auch die Gemeinde Nußdorf gehört, können die Gemeinden von den Personen, die sich zu Kur- und Erholungszwecken im anerkannten Kurgebiet der Gemeinde aufhalten, außerdem einen Kurbeitrag erheben. Beitragspflichtig wären dann alle Personen, die nicht ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben, sich nicht ausschließlich aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen in der Gemeinde aufhalten und die Möglichkeit haben, gemeindliche Einrichtungen zu nutzen.

Auf Kurbeitragwird verzichtet

So könnten Tagesgäste ihren Kurbeitrag beispielsweise zusammen mit Eintrittsgeldern oder direkt bei der Gemeinde zahlen. Zweitwohnungsbesitzer wären ebenfalls kurbeitragspflichtig. Allerdings wird in Nußdorf auf den Erlass einer Kurbeitragssatzung auch weiterhin verzichtet. Die Erhebung und Abrechnung wäre zu aufwendig.

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