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Nicht nur für Besucher aus der Region Rosenheim

Über 300.000 Euro EU-Förderung: Was jetzt mit dem Sportpark in Rohrdorf passiert

Freude über rund 335.000 Euro für den Sportpark (von links):  Anton Wallner Vorstand der Leader Aktionsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal, Gwendolin Dettweiler, Projektmanagerin der Aktionsgemeinschaft, Dr. Georg Kasberger, Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bürgermeister Simon Hausstetter und Verwaltungsleiter Christian Schoenleber.
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Freude über rund 335.000 Euro für den Sportpark (von links): Anton Wallner Vorstand der Leader Aktionsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal, Gwendolin Dettweiler, Projektmanagerin der Aktionsgemeinschaft, Dr. Georg Kasberger, Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bürgermeister Simon Hausstetter und Verwaltungsleiter Christian Schoenleber.
  • VonJohannes Thomae
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Es ist soweit: Der weitere Planungsweg für Rohrdorfs Sportpark hat ein festes Fundament. Vergangene Woche kam die Zusage, dass der Ausbau von der EU mit rund 335.000 Euro gefördert wird. Speziell Fahrradbegeisterte dürften sich nun freuen.

Rohrdorf - Nicht jeder im Landkreis Rosenheim kann vermutlich mit dem Stichwort Bikepark etwas anfangen: Viele wissen nur vage, dass das etwas mit Fahrradfahren im Gelände zu tun hat. In jüngster Zeit sind einige solcher Parks angelegt oder zumindest in den Gemeinden diskutiert worden. Die Frage, die sich dabei wohl häufiger gestellt wird: Sind Bikeparks die neuen Kreisverkehre, von denen jede Kommune einen braucht?

Nachfrage an Bikeparks scheinbar enorm

Aus Sicht der Rohrdorfer Gemeindeverwaltung wird aber andersherum ein Schuh daraus: die Nachfrage sei deutlich größer als das Angebot. Auch der Bikepark in Rohrdorf kann damit rechnen, Besucher nicht nur aus dem Landkreis und der Region, sondern sogar bis aus München und selbst Österreich anzulocken. Genau das ist auch der Grund, warum ihn das sogenannte europäische Leaderprogramm mit dieser stattlichen Summe von knapp 335.000 Euro fördert. Das Ziel von Leader sei es nämlich, ländliche Räume bei der Entwicklung von Arbeits- aber auch Freizeitmöglichkeiten zu unterstützen.

Die Hürden für eine Förderung in dieser Größenordnung sind verständlicherweise durchaus hoch gesteckt. Dass Rohrdorf bei seinem Antrag dennoch die maximal mögliche Punktzahl fast vollständig erreicht hat, spricht laut der Gemeindeverwaltung für das vorgelegte Konzept und dessen sorgfältige Ausarbeitung. Dabei federführend war Bürgermeister Simon Hausstetter selbst.

Aus einer momentan mehr oder weniger brachliegenden Fläche – dem alten Fußballplatz der Gemeinde – solle nun ein Park für viele Sportarten werden. Kern ist ein sogenannter Dirtpark, auf dem, stark vereinfacht gesagt, das Fahrradfahren im Gelände geübt werden kann, auf konzentriertem Raum und ohne, dass dafür „freie Natur“ in Mitleidenschaft gezogen wird.

Dirtpark, Pumptrack und Mehr

Ergänzt wird dieser Dirtpark durch einen Pumptrack, eine Geschicklichkeitsstrecke, die allerdings im Gegensatz zum Dirtpark einen festen Untergrund hat: „Der Pumptrack ist“, so sagte Bürgermeister Hausstetter bei der Übergabe des Förderungsbescheides „von allem zu benutzen, was Räder hat, vom Dreirad bis zum Rollstuhl“. Und das ist mehr als nur eine launige Bemerkung. Die Anlage sei so groß dimensioniert, dass sie in der Tat viele Besucher aufnehmen kann, die jeweils ihr eigenes Tempo fahren können, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Abgerundet werde das Ganze durch eine „Aktionsfläche“, auf der viele andere Aktivitäten ihren Platz finden sollen, vom Tischtennis bis zum Basketball. Ziel sei es, dass das gesamte Areal nicht nur zu einer Attraktion für Fahrradsportler wird, sondern zu einem Angebot, das ganze Familien ansprechen kann. „Wir wollen die betreffende Fläche an der Autobahn nicht einfach irgendwann als Gewerbegrund verkaufen, sondern sie in eigener Regie für Ortsansässige und Umlandbewohner in Wert setzen,“ meinte Bürgermeister Simon Hausstetter. Die sei nun nicht nur hinsichtlich einer breiten Nutzung, sondern auch in Bezug auf eine ansprechende optische Gestaltung gelungen.

Die Übergabe des Förderbescheides war auch für die Leader-Aktionsgruppe Mangfalltal-Inntal kein alltägliches Ereignis. Das betonten Dr. Georg Kasberger, der als Chef des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten für die Auszahlung der Mittel zuständig ist. Auch für die Projektmanagerin der LAG, Gwendolin Dettweiler, war es etwas besonderes, zumal der Sportpark Rohrdorf die bislang höchste bewilligte Punktezahl erreicht habe.

Für Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner, derzeit auch Vorstandssprecher der Leader-Aktionsgruppe Mangfalltal-Inntal, ist damit wieder einmal bewiesen, wieviel die einzelnen Aktionsgruppen tatsächlich bewegen können: „Sie sind in gewissem Sinn Innovationspunkte, von denen Entwicklungsimpulse ausgehen, die in die gesamte Region hinausstrahlen“, meint der Rathauschef abschließend.

Vor Realisierung des Sportparks ist allerdings noch die baurechtliche Situation zu klären, so Bürgermeister Hausstetter. Ob hierfür eventuell die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig sei, werde derzeit mit der Regierung von Oberbayern geklärt.

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