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VERKNÜPFUNGSSTELLE AM WILDBARREN

Tunnellösungen bei Brenner-Nordzulauf: Verkehrsminister Scheuer gibt Gutachten in Auftrag

Lässt sich die geplante Verknüpfungsstelle am Wildbarren bei Oberaudorf auch unterirdisch bauen? Das soll nun eine Machbarkeitsstudie klären.
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Lässt sich die geplante Verknüpfungsstelle am Wildbarren bei Oberaudorf auch unterirdisch bauen? Das soll nun eine Machbarkeitsstudie klären.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Ab unter die Erde damit - das wünschen sich die Menschen im Inntal für Großbauwerke der Bahn für den Brenner-Nordzulauf. Etwa für Verknüpfungsstellen, die bestehende und neue Bahngleise zusammenführen. Ob man das bei Niederndorf machen kann, will jetzt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) prüfen lassen.

Oberaudorf – Kann die Verknüpfungsstelle Niederaudorf/Kirnstein nicht einfach im Berg verschwinden? Nein, sagt die Bahn. Und warum nicht? Das fragen Bürger und Politiker nicht nur in den Inntalgemeinden. Sie, Hauptbetroffenene der Planungen zum Brenner-Nordzulauf mit zwei neuen Eisenbahngleisen, können jetzt einen Etappensieg feiern: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gibt ein Gutachten zur Machbarkeit eines unterirdisch verlegten Verknüpfungspunkts in Auftrag. Dies äußerte Scheuer unserer Zeitung gegenüber. „Ich greife den Vorschlag der Region gerne auf“, sagte Scheuer, er wolle keine Chance auslassen, die Akzeptanz für die geplante Strecke zu erhöhen.

Planungen für Brenner-Nordzulauf: Freude bei Politikern der Region

Aus den Reihen der Politik wird die Nachricht begrüßt. „Das beweist, dass auch das Bundesverkehrsministerium ein hohes Interesse an einer flächensparenden, bestmöglichen Lösung im Sinne der Bürger in der Region Rosenheim hat“, sagte die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU). „Super“, sagte der Rosenheimer CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, „Eine gute Nachricht für die Region.“

Das meint auch Landrat Otto Lederer (CSU). Er freue sich sehr, dass vom Bund aus einem „zentralen Anliegen“ der Bürger und Bürgermeister des Inntals nachgegangen werde. Er verbinde damit die Hoffnung, so Lederer weiter, „dass auch den weiteren sehr berechtigten Forderungen, wie eine unterirdische Streckenplanung, endlich Gehör geschenkt wird“.

Bezirksregierung fordert mehr Tunnels für Raumverträglichkeit

Ende Januar hatte die Regierung von Oberbayern in Rosenheim den Abschluss des Raumordnungsverfahrens präsentiert: Ein Gutachten von 180 Seiten Umfang (wir berichteten). Eine wichtige Feststellung darin: So große Abschnitte der beiden neuen Bahntrassen wie möglich sollten unter der Erde verlegt werden.

Mit dem Gutachten gewann auch ein Vorschlag der Initiative „Inntal 2040“ an Gewicht. Dieser Vorschlag sah vor, die Verknüpfungsstelle Niederaudorf/Kirnstein in den Berg verlegen zu lassen. Genauer: in den Wildbarren. Zur Vorstellung des Raumordnungsgutachtens war neben Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auch Verkehrsministerin Kerstin Schreyer nach Rosenheim gekommen. Sie wandte sich ein paar Wochen später in der Angelegenheit „Wildbarren“ schriftlich an Andreas Scheuer und drängte auf ein Prüfung der Machbarkeit einer unterirdischen Verknüpfungsstelle.

Bahn präsentiert im Frühjahr ihre Trasse für den Brenner-Nordzulauf

Ebenso wie zuvor schon Daniela Ludwig. Sie habe sich bereits im Januar an Scheuer gewandt, berichtete Ludwig. Der Verkehrsminister habe Entgegenkommen signalisiert. Die offene Frage seinerzeit: wer zahlt? Das sei mit Scheuers Ankündigung geklärt, sagt Ludwig. „Insofern freue ich mich sehr, dass dieses Gutachten jetzt in Auftrag gegeben ist“, sagt Ludwig. Damit dürfte auch das Angebot der sieben Inntalgemeinden, sich mit jeweils 10 000 Euro an den Kosten eines Gutachtens zu beteiligen (wir berichteten), nicht mehr in Anspruch genommen werden müssen.

Die CSU-Landtagsabgeordneten Ilse Aigner und Klaus Stöttner hatten Anfang März einen Antrag formuliert, der, mitgetragen von zahlreichen Abgeordneten der CSU und der Freien Wähler, am 13. April im Verkehrsausschuss behandelt werden sollte. Die bayerische Staatsregierung, so stand es in dem Antrag, sollte vom Bund eine Machbarkeitsstudie einfordern. Mit Scheuers Ankündiggung hat sich das erledigt

Die Bahn hingegen verweist auf gesetzliche Regelungen, die eine unterirdische Zusammenführung von Gleisen ausschlössen. Die Planer des Konzerns brüten über den Hausaufgaben, die ihnen die Bezirksregierung Mit dem Ziel einer verbesserten Raumverträglichkeit aufgegeben hat.

In den nächsten Wochen wollen sie ihre Arbeit abgeschlossen haben, wohl noch im Frühjahr wolle die Bahn die aus ihrer Sicht beste Trasse präsentieren, sagte ein Sprecher.

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