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Trauer um „Fleischmann Hilda“ aus Diepoldsberg

Hilda Lamprecht
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Hilda Lamprecht
  • VonChrista Auer
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Eine große Trauergemeinde nahm in einer Trauerfeier auf dem Friedhof der Filialkirche Albertaich Abschied von Hilda Lamprecht aus Diepoldsberg, die kürzlich im Alter von 93 Jahren verstorben ist.

Obing – Die „Fleischmann Hilda“ sei als ehemalige Wirtin und gesellige Mitbürgerin weithin bekannt gewesen und habe in ihren beinah 94 Lebensjahren viel erlebt, erinnerte Diakon Georg Oberloher, der den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Valentin Tremmel leitete und den Blick auf das Leben der Verstorbenen richtete.

Hilda Fleischmann kam am 27. Oktober 1927 auf dem Fleischmann Anwesen in Diepoldsberg zur Welt und wuchs dort mit einer Halbschwester und einem älteren Bruder auf, der später im Krieg gefallen ist. Die beiden jüngeren Brüder verstarben bereits im Kindesalter.

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Ihre Kindheit und Jugend waren von der Armut der Weltwirtschaftskrise und den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs geprägt. Schon früh musste sie auf dem elterlichen Hof, zu dem auch eine Gastwirtschaft und eine Brauerei gehörten, mithelfen. Nachdem der Vater schwer erkrankte, wurde die Brauerei 1950 aufgegeben.

1954 heiratete sie Sebastian Lamprecht aus Garting bei Schnaitsee. 2 Söhne, 3 Enkel und 4 Urenkel gingen aus der glücklichen Beziehung hervor. Der arbeitsreiche Alltag war auch von Krankheit überschattet. So pflegte die Verstorbene einige Jahre ihre Mutter bis zu deren Tod 1968 und über Jahre auch ihren Ehemann, der nach langjähriger Krankheit 1981 verstorben ist.

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Doch Hilda Lamprecht habe nie ihren Lebensmut verloren. Zeit ihres Lebens sei sie immer freundlich, hilfsbereit und gesellig gewesen. „Die Fleischmann Hilda war Wirtin aus Leidenschaft“, sagte Georg Oberloher. 1980 kam mit der Hochzeit des älteren Sohnes die Erleichterung. Sie übergab das Anwesen an Sebastian und Maria und konnte loslassen. Dennoch sei die Oma immer da gewesen, wenn man sie gebraucht habe, erinnert sich die Familie.

Bis ins hohe Alter war die Verstorbene körperlich und geistig aktiv und sie konnte ihren Ruhestand mit Ausflügen genießen. Gerne war sie unter Menschen und bis zuletzt pflegte sie den Kontakt mit ihrem Freundeskreis bei gemeinsamen Gasthausbesuchen und die liebgewonnenen Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen. Große Freude hatte sie besonders an den Enkeln und Urenkeln.

Von einem Oberschenkelhalsbruch im April hat sich Hilda Lamprecht nicht mehr erholt. Gepflegt von ihrer Familie erfüllte sich ihr Wunsch, in dem Haus sterben zu dürfen, in dem sie auch geboren wurde.

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