Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ehrengäste aus dem Land- und Bundestag

Begeisterung beim Gaufest in Hochstätt: 4000 Teilnehmer nach zwei Jahren Corona-Pause

Weiß-blauer Himmel überwölbte den Festzug. Über drei Kilometer marschierten die Trachtler und Musiker.
+
Weiß-blauer Himmel überwölbte den Festzug. Über drei Kilometer marschierten die Trachtler und Musiker.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
    schließen

Hoch her ging es am Gaufestsonntag, 10. Juli, in Hochstätt in der Gemeinde Schechen und beim Bayerischen Inngau-Trachtenverband, als Trachtlerinnen und Trachtler sowie Blasmusikanten sich zum 75. Geburtstag des Festvereins „Almarausch“ Hochstätt und zum 102. Gautrachtenfest des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes versammelten. Ideales Wetter herrschte beim Kirchenzug, beim Gottesdienst in Ziegelreuth und beim nachmittäglichen Festzug.

Schechen/Hochstätt – „Vor drei Jahren waren wir letztmals bei einem Gaufest zusammen. Seither haben wir eine neue Bundesregierung, einen neuen Landesvorsitzenden, und auch ich bin neu. Was aber blieb, das ist die Begeisterung, dabei zu sein“, sagte Gauvorsitzender Pankraz Perfler. So hatten sich für den Sonntag über 4000 Trachtler angemeldet. Beim Gaudirndldrahn am Sonntag, 17. Juli, sind es, so Perfler, sogar mehr Anmeldungen als vor Corona.

Perflers Dank galt dem Festverein und der Gemeinde für die in kurzer Zeit gemeisterten Vorbereitungen, aber auch den Trachtenvereinen von Ostermünchen und Nußdorf am Inn. Denn deren Vorbereitungsleistungen konnten wegen der von Corona erzwungenen Absagen nicht gewürdigt werden.

Hendl und Schweinebraten stärken die Trachtler nach dem Festgottesdienst.

Im nächsten Jahr wird das Inngau-Trachtenfest in Pfaffenhofen sein, für 2024 ist Perfler noch auf der Suche. Wer auch immer seinen Verein fürs Gaufest ins Gespräch bringe, „dem gebe ich schon mal von mir eine Mass Bier“.

Den Gottesdienst gestalteten der Kirchenchor Hochstätt und die Festmusikkapelle Hochstätt. Erstmals gefeiert wurde dieser in ökumenischer Gemeinschaft vom katholischen Pfarrer Herbert Aneder vom Pfarrverband Pfaffenhofen und vom evangelischen Pfarrer Richard Graupner aus Großkarolinenfeld.

Beim Festzug durch den Ort waren sogar Pferdekutschen zu sehen: Die Mähnen waren gestriegelt, und die Rösser waren festlich geschmückt. Denn schließlich wollten sich nicht nur die Teilnehmer des Gaufests von ihrer besten und schönsten Seite zeigen.

Pfarrer Aneder hatte anfangs über den evangelischen Kollegen gescherzt: „Er ist Trachtler, ich nicht. Aber er ist Preuße, und ich bin Bayer.“

Festleiter bedanken sich nach Gottesdienst und Bayernhymne

Darauf antwortete Graupner: „Heute und hier sind wir eine Gemeinschaft, selbst stamme ich aus Sachsen, habe in Tutzing Freundschaft mit dem Historischen Trachtenverein geschlossen und bin mit meiner Familie ganz in der Brauchtumspflege aufgegangen.“ Die Geistlichen betonten die unzertrennliche Verbundenheit von Tracht und Glaube.

Die Hochstätter Kinder beim Auftanz, der Applaus war ihnen sicher.

Graupner übrigens trug seine Lederhose unter dem Talar. Nach Gottesdienst und Bayernhymne bedankten sich die Festleiter Katharina Schildhauer, Christoph Gruber und Vitus Altendorfer auch im Namen vom Vorsitzenden Alfons Altendorfer bei der Dorfgemeinschaft. Bürgermeister Stefan Adam von der Gemeinde Schechen dankte für die Riesenarbeit der Hochstätter. „Hut ab vor Eurem Mut, Eurer Kraft und vor Eurer Jugend.“

Landrat Otto Lederer erinnerte an den Empfang der G7-Staatsgäste in München. „Ihr macht das nicht oberflächlich, sondern weil ihr eure Tracht mit gestandenen Werten und in christlicher Verbundenheit tragt.“ Blasmusik und Darbietungen der Trachtler auf der Bühne inmitten des Festzeltes sind Tradition.

Die Hochstätter Ortsvereine präsentieren ihre Fahnen.

Dabei zeigten sich unter anderem der Festverein mit dem Auftanz der Kinder, mit der Jugend und den Aktiven sowie die Aktivengruppen von Pfaffenhofen, Vogtareuth, Emmering, Rott, Pang und dem Patenverein Raubling sowie die Mitglieder der Gaujugend- und Gaugruppe.

Die Ehrengäste: (von links) Landtagsabgeordneter Thomas Huber, Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Bundestagsabgeordnete Daniel Ludwig, Landrat Otto Lederer und Schechner Bürgemeister Stefan Adam.

Gauvorstand Pankraz Perfler freute sich über den Besuch von Ehrengästen, so begrüßte er neben Landrat Otto Lederer Vertreter der umliegenden Kommunen und befreundeter Vereine, die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig sowie die Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Thomas Huber. Der Trachtenverband war mit dem Landesvorsitzenden Günter Frey vertreten.

Kesselfleischessen, Weinfest und Gaudirndldrahn

Weiß-blauer Himmel überwölbte den Festzug durch den geschmückten Ort, die Festwägen und Festkutschen mit ihren Pferden rundeten das Bild der Trachtler und Blasmusikanten ab.

Gut gelaunt im Festzelt: Die Musikkapelle Neubeuern mit ihren Instrumenten.

Die nächsten Veranstaltungen in Hochstätt sind das Kesselfleischessen am Montag, 11. Juli, das Weinfest am Freitag, 15. Juli, das Weinfest, das „Brettel-Spitzen-Kabarett (mit Vorverkauf) am Samstag, 16. Juli, und das Gaudirndldrahn am Sonntag, 17. Juli.

Mehr zum Thema

Kommentare