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Checkliste für zuhause

Tipps für den Notfall: Wie die Gemeinde Raubling eine Blackout-Panik vermeiden will

Was passiert beim kompletten Stromausfall: Raublinger Bürgermeister Olaf Kalsperger will keine Panik aufkommen lassen.
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Was passiert bei einem kompletten Stromausfall: Raublinger Bürgermeister Olaf Kalsperger will keine Panik aufkommen lassen.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Angsterfüllte Warnungen vor einem möglichen Blackout gab es in den vergangenen Wochen reichlich. Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger überlegte daher, wie er die Bürger informiert, ohne Panik zu schüren und reagierte nun auf seine Weise. 

Raubling - „Ich habe lange gehadert, wie wir einen Weg finden, alle zu informieren, ohne Panik zu verbreiten“, sagt Bürgermeister Kalsperger. Gerade als das Thema eines tagelangen Stromausfalls überall präsent war, sei der Rathauschef daher zurückhaltend gewesen. Während die Angst vor dem Blackout wuchs, sprach Kalsperger zunächst mit den Energieversorgern der Region Rosenheim. Ihre Rückmeldung: „Die Wahrscheinlichkeit für einen mehrtägigen Ausfall ist nicht viel größer als vor fünf Jahren.“ 

Lokaler Stromausfall ist kein Blackout

Diesen Eindruck bestätigt auch Maximilian Zängl, Pressesprecher des Netzanbieters Bayernwerk: „Ein lokaler Stromausfall über wenige Minuten oder Stunden ist schon immer normal gewesen”, berichtet er. Extremszenarien wie ein nationaler Ausfall über mehrere Tage, seien aber weiterhin sehr unwahrscheinlich. 

Umso überraschender war für die Gemeinden die Aussage von Rosenheims Kreisbrandrat Richard Schrank, dass bereits seit 2018 an einer gemeinsamen Kommunikationsebene zwischen den Kommunen und den Ersthelfern gearbeitet werde. In Raubling reagierte der Bürgermeister nach der ersten Panikwelle nun mit einem Flyer als Beilage im Gemeindeblatt, der sich am Vorschlag des Rosenheimer Landratsamtes orientiert. Kalsperger hofft nun, dass die Tipps dazu beitragen, die Einwohner zu beruhigen und gleichzeitig auf den eventuellen Notfall aufmerksam zu machen. 

Liste für den Notfall

Neben einer generellen Erklärung, was ein Blackout überhaupt ist, beinhaltet der Flyer eine Checkliste, was als Vorrat zuhause gelagert werden sollte. Diese reicht von der ausreichend bestückten Hausapotheke über Ersatzbatterien bis hin zum ausreichend gefüllten Tank des Autos oder einem Campingkocher. 

Das sollten sie im Haus haben: Die Checkliste für den Blackout.

Denn, wie im Flyer betont wird, bedeutet ein echter Blackout tagelang kein funktionierendes Licht, keine Kommunikation sowie kein möglicher Einkauf, da auch die Kassen in diesem Fall lahmgelegt wären. Zudem fallen nach einiger Zeit auch jegliche Kühl- oder Heizsysteme aus. 

Für die Verbreitung von aktuellen Informationen sollen daher batteriebetrieben Radios oder Lautsprecherdurchsagen sowie Aushänge in der Gemeinde Raubling helfen. „Im Zweifelsfall können die Einwohner natürlich immer zum Rathaus kommen”, meint Kalsperger. Ihm ist es laut eigener Aussage wichtig, auch im Notfall die Ruhe zu bewahren. Die Trinkwasserversorgung sei mithilfe von Notstromaggregaten für rund zehn Tage gesichert. „Aber natürlich nur, wenn damit sparsam umgegangen und nicht aus Panik die Badewanne als Trinkwasservorrat gefüllt wird”, sagt der Rathauschef. Auch alle großen Stromverbraucher, wie beispielsweise E-Autos sollten im Ernstfall vom Netz genommen werden. 

Als zusätzlichen Anlaufpunkt könnten die drei Raublinger Turnhallen mit einer Fläche von insgesamt rund 1600 Quadratmetern als sogenannte Leuchttürme verwendet werden. Sollte jemand dringend Hilfe benötigen, falls es zuhause beispielsweise zu kalt wird, könne er sich dorthin wenden. „Raubling ist also insgesamt gut aufgestellt”, versichert Kalsperger. 

Wer die Ausgabe der Flyer verpasst hat, kann sich auf der Webseite des Rosenheimer Landratsamtes informieren. Dort sind die Listen, Verhaltenstipps und wichtige Notrufnummer aufgeführt.

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