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„Ich war fassungslos“

Tier in Oberaudorf getötet? Polizei rätselt über erschlagenes Lama am Schloßberg

Grasen normalerweise friedlich den Berg ab: die Lamas von Josef Holzmaier am Schloßberg in Oberaudorf. In der Nacht auf Montag war ein Tier erschlagen worden.  Foto
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Grasen normalerweise friedlich den Berg ab: die Lamas von Josef Holzmaier am Schloßberg in Oberaudorf. In der Nacht auf Montag war ein Tier erschlagen worden.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Für den Oberaudorfer Josef Holzmaier war es ein Schock, als er am Morgen des 25. Juli von dem Tod seines weiblichen Lamas Nina erfuhr. Seine Tochter fand das Tier am Ende der Auerburgstraße leblos in der Weide liegen. Die Wunde gibt der alarmierten Polizei ein Rätsel auf. Sie bittet nun um Mithilfe.

Oberaudorf – Am Sonntagabend, 24.Juli, war für Josef Holzmaier noch alles in Ordnung. Wie gewöhnlich versammelte der Oberaudorfer all seine „putzmunteren“ Lamas auf der Weide am Fuße des kleinen Schloßbergs ganz am Ende der Auerburgstraße. Doch schon am nächsten Morgen bekam er einen schockierenden Anruf von seiner Tochter. Die 22-Jährige fand beim üblichen Kontrollgang eines der Tiere leblos in der Wiese liegend, ein schräger Schnitt zog sich quer über den Kopf.

Polizei und Tierarzt direkt alarmiert

„Ich habe sofort die Polizei und den Tierarzt verständigt, die auch direkt gegen 9.30 Uhr zur Wiese kamen“, berichtet Holzmaier. Er ist nach wie vor fassungslos, wie so etwas passieren konnte und hofft, zusammen mit den Beamten und dem Veterinär den Fall aufklären zu können.

Das Ergebnis der ersten Untersuchung war jedenfalls eindeutig: „Es muss Fremdeinwirkung gewesen sein,“ sagt Holzmaier. Der Tierarzt geht nach der Untersuchung von einem spitzen Stein oder einem ähnlichen Gegenstand aus, mit dem ein Unbekannter offenbar dem Lama, einem Weibchen, das auf den Namen „Nina“ hörte, auf den Kopf geschlagen hat.

Für die Beamten der Polizeiinspektion Kiefersfelden bleiben die Todesumstände mysteriös. Sie schließen jedoch zumindest einen Sturz von einer Felswand aus, da diese zu weit entfernt ist. Auch die nähere Umgebung ist laut Polizei nicht unwegsam und entsprechende Spuren sind nicht vorhanden.

„Wir können es alle nicht verstehen“, meint der Oberaudorfer Halter, der seine Tiere für eine natürliche Landschaftspflege nutzt. Seit rund 18 Jahren hält er die bisher elf Lamas als Hobby und hatte seither nie große Probleme.

Dass einmal ein Wanderer das Gatter aus Versehen offen gelassen hat, sei schon einmal vorgekommen. „So etwas Heftiges aber nun wirklich nicht. Ich wüsste auch nicht, wer zu so einer Tat in der Lage wäre, zumal Lamas eigentlich niemanden näher als eine Armlänge heranlassen“, rätselt Holzmaier. Gewissheit wird der Oberaudorfer zunächst nicht bekommen. „Der Staat zahlt mir keine Obduktion und mir selbst ist das zu teuer.“ Zumal er mit dem Verlust seines nicht versicherten Tieres ohnehin rund 2000 Euro verloren habe.

So blieb dem Hobbyhalter lediglich, das tote Lama vorerst zur Seite zu ziehen und zeitnah abholen zu lassen. Seine restlichen zehn Tiere hat er separat in einen anderen Teil seines Weidegebiets verfrachtet.

Keine Spur vom bisher unbekannten Täter

Nun hofft Holzmaier, dass vielleicht jemand etwas in der Nacht auf Montag mitbekommen hat, und man den Täter damit noch finden kann.

Die Polizei bittet Spaziergänger, die verdächtige Personen in der Nähe der Weide beim Florianiberg/Schloßberg beobachtet haben oder andere Hinweise liefern können, sich unter der Telefonnummer 0 80 33/ 97 40 mit der Polizeiinspektion Kiefersfelden oder jeder anderen bayerischen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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