UNTERWASSER-MÄHARBEITEN OHNE LANGFRISTIGEN ERFOLG

„Therapiewochen“ für Thansauer Badesee

Beliebt bei Wasserratten: der Thansauer Badesee. Pilger
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Beliebt bei Wasserratten: der Thansauer Badesee. Pilger

Der Thansauer Badesee mit Liegewiese, Steg, Schwimminseln und einem Beachvolleyballplatz gilt als beliebter Anlaufpunkt für Wasserratten aus dem Ort und der Umgebung. Allerdings beeinträchtigen die Verkrautung und Verschlammung des Gewässers zunehmend das Badevergnügen. Wiederholte Unterwasser-Mäharbeiten waren stets nur von kurzem Erfolg gekrönt. Aus diesem Grund setzt die Gemeinde jetzt auf eine natürliche und vor allem nachhaltige Sanierung des Gewässers.

Rohrdorf-Thansau – Die Grundzüge des vom Unternehmen Natursinn entwickelten Verfahrens stellte Gerd Mappes, Baubiologe aus Riedering, im Gemeinderat vor. Mit einer Quarzmehl-Substanz, die als Informations- wie auch als Energieträger dient, soll der Sauerstoffgehalt im Wasser angehoben und langfristig stabilisiert und so das mikrobielle Gleichgewicht im See wiederhergestellt werden. Hierfür rät Mappes zu „Therapiewochen“ im Frühling und im Herbst, während derer das Quarzmehl von zuvor eingewiesenen Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs im See ausgebracht wird; eine Grundsanierung erstrecke sich dabei in der Regel über drei bis fünf Jahre.

Die Behandlung bringe keinerlei Einschränkungen für Badegäste oder Tiere mit sich, versicherte Mappes. Lediglich könne es anfangs zu einer Trübung des Wassers kommen oder der See unangenehm riechen, wenn sich die obere Schlammschicht auflöst.

Als Ursache für das starke Wachstum von Wasserpflanzen – und in der Folge für die Verschlammung eines Gewässers – gilt in der Regel ein übermäßiger Nährstoffeintrag.

Eine Beobachtung, die auch Achim Krotzer, der Vorsitzende des Fischervereins, gemacht hat: Nachdem die künstliche Halbinsel im See aufgeschüttet worden war, aber auch wenn der Hochwasser-Überlauf der Rohrdorfer Ache in den See angesprungen ist, wucherten dort Algen und Schlingpflanzen übermäßig stark.

Spezial-Quarzsand

Mit dem speziellen Quarzmehl hat Mappes beispielsweise den stark verkrauteten Reischenharter See wieder säubern können. Seit 18 Jahren betreut er das Gewässer in der Nachbargemeinde Raubling; und bereits im ersten Jahr der Behandlung sei dort die Verkrautung um rund 75 Prozent zurückgegangen. Im Herbst wird nun der Thansauer Badesee zunächst einer Erstbehandlung unterzogen; dann wird über das weitere Vorgehen entschieden.

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