Keine Aufführung im Frühjahr

Theaterstück des Trachtenvereins Pfaffenhofen wegen Lockdown erneut abgesagt

Die Laiendarsteller hatten fleißig geprobt. Doch nach der Absage im vergangenen Jahr kann das Theaterstück „Da Rauberpfaff“ auch in diesem Frühjahr nicht stattfinden.
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Die Laiendarsteller hatten fleißig geprobt. Doch nach der Absage im vergangenen Jahr kann das Theaterstück „Da Rauberpfaff“ auch in diesem Frühjahr nicht stattfinden.
  • vonKatharina Heinz
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Erneut macht die Corona-Pandemie dem Trachtenverein Pfaffenhofen einen Strich durch die Rechnung: Das Theaterstück „Da Rauberpfaff“ kann auch in diesem Frühjahr nicht aufgeführt werden.

Schechen-Pfaffenhofen – Theaterspielen hat beim Trachtenverein Tradition: Seit 71 Jahren bringen die Trachtler regelmäßig Stücke auf die Bühne. Die Premiere von „Da Rauberpfaff“ hätte eigentlich im vergangenen März stattfinden sollen – zur Hochphase der Pandemie. Es hätte ein Ausflug in die Zeit der großen bayerischen Räuber werden sollen. Die Geschichte spielt zur Zeit des Räubers Kneißl und erzählt von einem Räuberhauptmann, der ungewollt Pfarrer eines kleinen Ortes wird.

25 Personen hatten sich wochenlang vorbereitet. 15 Proben mit den Laiendarstellern von jeweils rund drei Stunden plus Fototermine, Anproben und Bühnenaufbauarbeiten hatten die Pfaffenhofener im vergangenen Jahr investiert. Die Bühne im Pfleger Theaterstadl war bereit, der Kartenvorverkauf fortgeschritten, die Vorfreude auf die Premiere am 28. März groß. Doch kurz vor der Erstaufführung wurde klar, dass aufgrund der Corona-Gefahr und den entsprechenden Beschränkungen nicht gespielt werden kann. „Zunächst dachten wir, wir können die Premiere um ein paar Wochen verschieben“, erinnert sich Manfred Altenweger vom G.T.E.V. ImmHergrün Pfaffenhofen. Doch Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote und Co. haben der Theatergruppe schließlich keine Wahl gelassen, als die Aufführungen abzusagen.

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Stück war auf Frühjahr verschoben worden

Der Plan war, das Stück auf dieses Frühjahr zu verschieben. „Doch dafür hätten wir jetzt mit den Proben beginnen müssen“, so Altenweger. Keine Chance bei dem aktuellen strengen Lockdown und nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen. Also musste sich der Trachtenverein zu einer erneuten Absage durchringen. „Es ist wahnsinnig traurig, aber es geht einfach nicht anders“, so der Laien-Theaterspieler.

Auch sonst kann das Vereinsleben derzeit kaum stattfinden. Eine Abschlussfeier der ausgefallenen Saison, die als geselliger Abend im vergangenen Herbst geplant gewesen wäre, fiel ebenfalls den Corona-Beschränkungen zum Opfer. Die Mitglieder des Vereins bleiben aber zumindest über eine WhatsApp-Gruppe in Kontakt.

Eine Alternative für die Theater-Aufführungen gibt es diesmal nicht. Man könne in der aktuellen Situation einfach überhaupt nichts planen, sagt Altenweger. Vielleicht könnte man aber im Sommer etwas anbieten, wenn sich die Situation beruhigt hat.

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