GEMEINDERAT NUSSDORF ÄNDERT BEBAUUNGSPLAN

Strittiger Teil abgetrennt

Bereits im Januar 2014 hatte Nußdorfs Gemeinderat beschlossen, die Höhenfestsetzungen für Gebäude zu konkretisieren, nachdem diese in einem strittigen Fall für nicht eindeutig erklärt wurden. Vor allem im Hangbereich des Entbachs muss nachgebessert werden, stellte seinerzeit das Gremium fest (wir berichteten). Dazu war es notwendig, den bestehende Bebauungsplan zu ändern.

Nußdorf – Mit der Überarbeitung des über zehn Jahre alten Bebauungsplans wurde Architekt und Städteplaner Werner Schmidt aus Brannenburg beauftragt. Das Architekturbüro ist für die städtebauliche Entwicklung Nußdorfs kein Unbekannter, da es unter anderem in den Jahren 1988 bis 2006 maßgeblich an der Dorferneuerung beteiligt war.

Mittlerweile konnten im ersten Verfahrensschritt die „Träger öffentlicher Belange“ beteiligt werden. Dazu wurden von 32 Ämtern Stellungnahmen eingeholt. Immerhin zwölf Behörden äußerten sich schließlich zum Bebauungsplan. Es gab kleinere Veränderungsvorschläge, die vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurden und nun in den Plan noch eingefügt werden. Dazu gehörten unter anderem Anmerkungen zum Umgang mit Funden zu Bodendenkmälern oder Hinweise aus dem Wasserrecht.

Auch die Bürger hatten Gelegenheit, sich zur Sache zu äußern. Hierzu lag dem Gemeinderat ein siebenseitiges Schreiben eines Rechtsanwalts vor, der die Interessen des Bauwerbers vertritt, bei dessen geplantem Gebäude ja noch die Höhenfestsetzungen zu konkretisieren sind.

Ausnahme wegen Hanglage

In diesem Brief wurde unter anderem deutlich gemacht, dass wegen der Hanglage des Gebäudes ein Ausnahmetatbestand vorliegen würde, da der Großteil des Bebauungsplans „Steinbach“ das relativ ebenerdige Gelände um den Steinbach herum beschreibt. Das betreffende Objekt des Bauwerbers läge im Gegensatz dazu in einer absoluten Hanglage. Stadtplaner Schmidt und Gemeinderat konnte sich nach kurzer Diskussion dieser Auffassung anschließen.

Da das Thema Höhenfestsetzung für die übrige Fläche verträglich gelöst werden konnte, entschloss sich der Gemeinderat, den Bebauungsplan zu teilen und den unstrittigen Teil des Areals abzutrennen, um diesen kurzfristig zum Abschluss zu bringen.

Die Hangflächen werden nun in einem eigenen Bebauungsplan behandelt, beschloss schließlich der Gemeinderat einstimmig. Städteplaner Werner Schmidt schlug einen Ortstermin mit allen Beteiligten am strittigen Objekt vor, um auch diesen Fall kurzfristig lösen zu können. Dieser Termin sei bislang jedoch nicht zustande gekommen, da er Zutrittsverbot zum Objekt habe, merkte Schmidt an. stv

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