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Projekt läuft gut an

Der Stephanskirchner Lehrgarten wächst, blüht und gedeiht

Raimund Ratzka, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, inmitten des Lehr- und Selbstversorgergartens in Stephanskirchen-Schloßberg. Dort werden bevorzugt alte Obst- und Gemüsesorten angebaut.
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Raimund Ratzka, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, inmitten des Lehr- und Selbstversorgergartens in Stephanskirchen-Schloßberg. Dort werden bevorzugt alte Obst- und Gemüsesorten angebaut.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Einen Lehr- und Selbstversorgergarten anlegen, dieser Wunsch des Obst- und Gartenbauvereins begeisterte vor zwei Jahren die Gemeinderäte. Nach einer coronabedingten Verzögerung ist es nun so weit. „Noch sind wir in der Aufbauphase, aber der Garten wächst und gedeiht“, sagt der Vereinsvorsitzende zufrieden.

Stephanskirchen – Die positive Grundeinstellung hat sich seit der Präsentation des Vorhabens im Mai 2019 im Umweltausschuss nicht geändert. Als der Verein auf die Gemeinde zukam, und um Unterstützung bat, weil der Vereinsgarten senioren- und behindertengerecht angelegt werden soll, kam diese. In Form von Geld und von Bauhofarbeiten. Und auch die Genehmigung von überplanmäßigen Ausgaben von 1500 Euro im jüngsten Haupt und Finanzausschuss war reine Formsache, kam nach viel Lob einstimmig.

Viel Papierkram bis zum Umgraben

„Die letzten zwei Jahre waren zum Teil schon nervenaufreibend“, sagt Raimund Ratzka, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins. Es habe ungeahnt lange gedauert, bis alle notwendigen Genehmigungen von diversen Behörden da gewesen sein. Im letzten Herbst hatte er einen Durchhänger, sagt Ratzka, da hat ihn ein Kleinkind zum Weitermachen angespornt: „Das hat so strahlend und herzhaft in eine frische Gurke gebissen, dass ich mir dachte ‘Dem kannst Du doch diese Freude nicht nehmen‘“, erzählt er.

2020 kleiner Probelauf

Mit fünf Familien ging es letztes Jahr in einen Probelauf mit den Pflanzbeeten. „Lief wunderbar und wir haben reichlich ernte eingefahren“, so Ratzka. „Es ist ein schöner Anblick, wenn junge Familien mit Begeisterung garteln. In diesem Jahr sind es schon 18 Benutzer, die ihr eigenes Gemüse anbauen.“

Hochbeete für Senioren und Behinderte

Dann kamen die Behinderten- und Seniorenbeauftragten der Gemeinde auf den Verein zu, fragten, ob sie sich beteiligen können. „Eine schöne Sache und ein Zeichen der Zeit“ fasste Kämmerer Philipp Brück im Hauptausschuss die Ansicht der Verwaltung zusammen. Also half der Bauhof bei Bau der Hochbeete und vor allem beim Befestigen der Wege.

Nun können auch Rollstuhlfahrer oder Rollatorschieber an diesen Beeten arbeiten. Die Hochbeete sind schon bepflanzt, an einem gärtnert die Seniorenbeauftragte, Renate Hanzekovic. „Ich genieße in dem Garten vor allem den unkomplizierten Kontakt von alt und jung“, sagt sie.

Von Emmer bis Samerberger Bohne

Ziel des Obst- und Gartenbauvereins war es von Anfang an, alte Sorten im Lehrgarten zu pflanzen. Die Aussaat von Emmer war laut Ratza schon gelungen, 2020 vermehrten die Gärtner die mittlerweile seltene „Samerberger Bohne“. Für heuer fand sich kein Platz, so Ratzka, aber nächstes Jahr gehe man da wieder dran. Zwei Damen des Vereins haben alte Gemüsesorten gesichtet, einige werden angebaut.

Altes Gemüse und neue Saatmischungen

Im Kontrast dazu wird auf der etwa 1400 Quadratmeter großen Wildblumenwiese mit neuen Mischungen aus der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau im unterfränkischen Veitshöchheim experimentiert. „Da warten wir gerade auf sechs Staudenmischungen“, erzählt Ratzka.

Viele positive Rückmeldungen

Der Obst- und Gartenbauverein hat das Grundstück an der Ecke Kreuter Straße und Lilienstraße gepachtet. Neulich sei der Grundeigentümer vorbeigekommen und habe sich den Garten angeschaut, berichtet Ratzka, und er sei ganz begeistert gewesen. Ein Nachbar freut sich immer wieder über die nette altmodische Vogelscheuche. Und Rtzka hat seinen Durchhänger längst überwunden: Der Garten wächst und gedeiht „und wir bekommen von Spaziergängern viele positive Rückmeldungen.“

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