Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bauantrag vor Genehmigung

Streuobstfläche als Ausgleich für den Dirttrack im Wald: Stephanskirchen stellt Grund

Ein Streuobststreifen entsteht links dieses Feldweges an der Baierbacher Straße. Am rechten Bildrand ist das Sportgelände in Waldering zu erkennen.
+
Ein Streuobststreifen entsteht links dieses Feldweges an der Baierbacher Straße. Am rechten Bildrand ist das Sportgelände in Waldering zu erkennen.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
    schließen

Apfelbäume in der Steilkurve? Nein, so ist die Ausgleichsfläche nicht gedacht. Aber für den Dirttrack im Wald muss ein Ausgleich geschaffen werden. Es wird ein Streuobststreifen an der Baierbacher Straße. Der Genehmigung des Bauantrages steht formal nichts mehr im Weg. Die Jugendlichen warten sehnsüchtig.

Stephanskirchen – Einen Dirttrack wünscht sich eine Gruppe junger Rad-Fans aus Stephanskirchen schon seit langem. Mit Unterstützung der neuen Abteilung Funsport im SV Schloßberg-Stephanskirchen und eines Landschaftsarchitekten wurde südlich des Funparks und des Trainingsplatzes der Fußballer ein Parcour im Wald geplant. Im Januar war der Bauantrag fertig und ging ans Landratsamt.

Landratsamt fordert Ausgleichsfläche

Offen war damals noch, wie groß die Ausgleichsfläche für den Dirttrack werden muss. Denn auch wenn der Parcour nur aus hin und her verschobener Erde besteht, ist dadurch und durch die darüberfahrenden Radl ein Eingriff in die Natur gegeben, der an anderer Stelle wieder gutgemacht werden muss. Wie und in welcher Größenordnung dies geschehen muss, legt das Landratsamt fest.

Lesen Sie auch: Hochwasser durch Starkregen: Rosenheim und Traunstein kommen mit blauem Auge davon

Die Aufforderung kam und der Sportverein, der über keine eigene Fläche dafür verfügt, wandte sich an die Gemeinde. Ob diese Grund für eine Ausgleichsfläche zur Verfügung stellen könne? Das Ergebnis wurde jetzt im Bau- und Planungsausschuss bekannt gegeben.

Waldflächen können nicht mehr aufgewertet werden

Von der Gemeinde wurde zunächst geprüft, ob eine Aufwertung der gemeindlichen Waldflächen nordwestlich der Bebauung Pirschweg möglich ist. Bei einem Ortstermin mit dem Forstamt Rosenheim stellte sich laut Bauverwaltung aber heraus, dass diese Flächen bereits ökologisch so hochwertig sind, dass keine weitere Aufwertung möglich ist.

Streuobst am Feldesrand

Nachdem aber ohnehin vorgesehen war, in den Randbereichen mehrerer gemeindlicher Landwirtschaftsflächen Pflanzsäume als Streuobstwiese auszubilden, stimmten Gemeinde und Sportverein daraufhin nochmal mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt ab, ob einer dieser Pflanzsäume als Ausgleichsfläche angesetzt werden kann. Ja, kann er.

Also wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde vereinbart, dass der Pflanzsaum an der Nordseite des an der Baierbacher Straße gelegenen Grundstücks mit der Flurnummer 1884/2 als Ausgleichsfläche genutzt wird. Entlang des Feldweges entsteht eine sechs Meter breite Streuobstwiese auf gut 700 Quadratmetern.

Streuobststreifen am Feldweg entlang

Den Bürgermeister freut‘s: „Das ist eine schöne Lösung“, findet Karl Mair. Und eine Streuobstwiese als Ausgleichsfläche sei ganz im Sinne der Artenvielfalt und passe hervorragend zur Biodiversität-Modellgemeinde Stephanskirchen. Als Gärtner werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Dirttrack seit langem vorantreiben, laut Abteilungsleiterin Christine Heser „eine tolle Truppe“, aktiv werden.

Mit Hilfe von anderen Mitgliedern des Sportvereins und von Profis, sichert dessen Vorsitzender Uwe Klützmann-Hoffmann, zu. Der Sportverein sorgt auch für die Bäume, lauter alte Obstsorten, so dass der Gemeinde keine Kosten entstehen. Sie stellt nur den Grundstücksstreifen zur Verfügung. Dass das geschieht, das hat der Bürgermeister dem Sportvereinsvorsitzenden schon zugesagt.

Mehr zum Thema

Kommentare