Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


140 Freiwillige im Löscheinsatz

Brand in Stephanskirchen: Sieben Feuerwehren mussten anrücken - das ist der Grund

Der Brand in dem Nebengebäude der Zimmerei hat viel zerstört.
+
Der Brand in dem Nebengebäude der Zimmerei hat viel zerstört.
  • Paula L. Trautmann
    VonPaula L. Trautmann
    schließen

Eine Zimmerei hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 27. November, gebrannt. Kommandant Florian Beck erklärt nun, weshalb nicht nur die Feuerwehr Stephanskirchen vor Ort war, sondern auch Löschtrupps aus sechs anderen Gemeinden.

Stephanskirchen - Mitten in der Nacht ging die Erstmeldung vom Brand ein: um 2.31 Uhr hieß es ausrücken für die Feuerwehr Stephanskirchen. Ein Nebengebäude einer Zimmerei in der Schömeringer Straße brannte. „Es waren ungefähr 140 Mann im Einsatz“, sagt Kommandant Florian Beck. Drei Mal habe er nachalarmieren müssen. „Ich habe viele Atemschutzgeräteträger gebraucht.“  Das sind Personen, die ein Atemschutzgerät tragen und damit arbeiten können. Die Geräte verhindern, dass reizende oder giftige Stoffe in die Augen oder Atemwege und somit in den Blutkreislauf gelangen.

„Es hat nicht an der Manpower gefehlt“

„Es war eine hohe Rauchentwicklung“, sagt Beck. Nur die ausgebildeten Atemschutzgeräteträger hätten den Brand löschen können. „Das war wichtig und deshalb habe ich immer mehr Leute gebraucht. Es hat nicht an der Manpower und am Löschwasser gefehlt. Das hat alles super gepasst.“ Doch das Gebäude sei sehr kompliziert zu löschen gewesen, da es sich um eine Zimmerei handelt.

Kommandant Beck spricht von einer „hohen Rauchentwicklung“.

Die Flammen hätten auf die Zwischendecke und deren Isolierung übergegriffen, was die Löschung erheblich erschwert habe. „Das war das Gefährliche, das unter Kontrolle zu bringen“, sagt Beck. Von 2.31 bis 6.30 Uhr habe es gedauert, den Brand zu löschen. Nach den vier Stunden Löscharbeit hätten einige Feuerwehrler noch bis Mittag Brandwache gehalten. So sollte vermieden werden, dass das Gebäude noch einmal zu brennen anfängt.

Kontrolle über den Vormittag

„Da lernt man aus vergangenen Einsätzen - nicht, dass wir alle heimfahren und dann müssen wir nochmal kommen“, sagt der Kommandant. Es handele sich dabei um ein normales Vorgehen. Es wäre sehr fahrlässig gewesen, wenn seine Leute das Feuer den Vormittag über nicht kontrolliert hätten.

Einen Tag nach dem Brand: So sieht die Zimmerei am Montag, 28. November, aus.

Laut einer Pressemitteilung der Polizei fuhren mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Rosenheim gleichzeitig mit der Feuerwehr an den Einsatzort. „Die Feuerwehr konnte den Brand an dem Nebengebäude rasch löschen, angrenzende Wohngebäude waren nicht betroffen“, heißt es in der Meldung.

Zwei Polizisten im Krankenhaus

Bei zwei Polizisten gab es Beck zufolge einen Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Sonst sei niemand verletzt. Laut Robert Maurer, Sprecher der Polizeiinspektion Rosenheim, mussten die beiden Beamten am Sonntag kurzfristig ins Krankenhaus. Sie hatten wohl etwas viel Rauch abbekommen und es musste geklärt werden, ob es schon eine Rauchgasvergiftung sei. War es nicht, beide waren am Montag wieder im Dienst.

Der Sachschaden könne derzeit nicht beziffert werden, werde aber erheblich ausfallen, hieß es aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums. Der Kriminaldauerdienst (KDD) übernahm die Untersuchungen zur Brandursache für die Kripo Rosenheim. Aussagen zur Brandursache könnten bisher nicht getroffen werden.

Lob für „sehr gute Zusammenarbeit“

Das bestätigt auch Kommandant Beck: „Die Kripo sucht nach der Brandursache, die ist noch immer nicht klar.“ Dass die Polizei bei einem Gebäudebrand ermittelt, sei allerdings normal. Die Beamten kämen „automatisch“. Der Inhaber der Zimmerei war nicht zu erreichen. Eine Mitarbeiterin teilte jedoch mit, dass Kriminalpolizisten vor Ort seien.

Brand hätte schlimmer enden können

Florian Beck dankt den sechs Feuerwehren vom Schloßberg, Ziegelberg, aus Leonhardspfunzen, Riedering, Prutting und Rosenheim für die „sehr gute Zusammenarbeit“ . Bei einer so großen Zimmerei könne ein Brand viel schlimmer ausgehen. Die Feuerwehren hätten verhindert, dass der Brand auf andere Gebäude überspringt. Das Wohnhaus sei direkt nebenan und zur Zimmerei gehöre noch eine Halle. Deshalb sagt Beck: „Ich bin froh, dass wir den Brand so löschen konnten.“

Mehr zum Thema

Kommentare