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Bericht von Stephanskirchens Fahrradbeauftragten

Der Fortschritt macht Frank Wiens „unfroh“: Warum Radfahrer nicht sicherer sind

Frank Wiens, der Fahrradbeauftragte von Stephanskirchen
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Frank Wiens, der Fahrradbeauftragte von Stephanskirchen
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Er hatte sich viel vorgenommen, der Frank Wiens, Beauftragter für den Radverkehr in Stephanskirchen. Vieles hat er geschafft. Und beim dicksten Brett hat er sich Verstärkung organisiert: Seine Kollegen aus neun anderen Kommunen im Landkreis.

Stephanskirchen - Die Austauschtreffen mit den Radbeauftragten anderer Gemeinden im Landkreis, die standen für Frank Wiens, den Radverkehrsbeauftragten, ganz oben auf der Agenda. Zwei davon gab es schon. Und es stellte sich eines schnell heraus: Ob ganz im Westen des Landkreises oder ganz im Norden oder in der Mitte: Bei der Zusammenarbeit der Fahrradbeauftragten mit den Vertretern des Staatlichen Bauamts ist noch deutlich Luft nach oben.

Bauliche Veränderungen, die Radfahrern mehr Sicherheit böten, dementsprechend rar. Das Thema, so Wiens jetzt im Umwelt- und Verkehrsausschuss der Gemeinde, wollen die Damen und Herren jetzt gemeinsam angehen. Stephan Mayer (Parteifreie) bestärkte Wiens darin: Beim Staatlichen Bauamt seien dicke Bretter zu bohren, „aber bohre bitte weiter.“

In Stephanskirchen leben Radlfahrer nicht immer leicht. Das machte der Radverkehrsbeauftragte Frank Wiens jetzt deutlich.

Verbesserungen bei der Verkehrsüberwachung scheiterten laut Wiens an der Kommunikation: Anrufe beim Zweckverband in Bad Tölz brachten nicht viel. Und weder er selber noch andere Vielfahrer, die er befragte, hatten zu den Radfahrer-Stoßzeiten Verkehrsüberwacher im Ort laufen sehen. Dabei hätte Wiens gerne mit ihnen geredet, etwa über die Neuregelung des Parkens an Kurven und Kreuzungen. Denn da muss der Abstand vom Ende der Kurve mittlerweile größer sein, als die meisten Autofahrer während ihrer Fahrausbildung lernten.

Erfreut ist Wiens über die Verbesserung für Radfahrer und Fußgänger auf der Kraglinger Straße. Dort sei der Bauhof immer noch beschäftigt, umgefahrene Pfosten wieder aufzustellen, aber der Autoverkehr habe spürbar nachgelassen. Dennoch wurden einige Pfosten entfernt, um Fahrzeugen bei Bedarf das Ausweichen zu erleichtern. Guter Nebeneffekt der Pfosten: Die verengte Kraglinger Straße wird ortsunkundigen Autofahrern von Google Maps nicht mehr angezeigt, die werden über die Salzburger Straße geführt.

Treffen der Fahrradbeauftragen im Landkreis Rosenheim: Frank Wiens aus Stephanskirchen hatte eingeladen.

Ein wichtiger Termin für die Gemeinde war Anfang Juli die „Bereisung“ Stephanskirchens durch die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen. Die Gemeinde ist seitdem vorübergehendes Mitglied, hat jetzt vier Jahre Zeit ein Radverkehrskonzept zu entwickeln und möglichst viel davon umzusetzen. Die Arbeiten am Konzept beginnen laut Wiens, wenn die Mobilitätsmanagerin in der Verwaltung angefangen hat. Diese fängt am 1. Februar in Teilzeit an und folgt einem Mitarbeiter, der in den Ruhestand geht.

Urkundenverteilung beim Stadtradeln in Stephanskirchen: Die meisten heimste Reinhold Seibel von der evangelischen Gemeinde ein.

Eine Veranstaltung, die dem Fahrradbeauftragten sehr am Herzen liegt, ist das Stadtradeln. Da geht es Wiens, der die Aktion mit Verwaltungsleiter Dr. Andreas Uhlig, ebenfalls passionierter Fahrradfahrer, organisierte, vor allem darum, dass Alltagsstrecken mit dem Rad zurückgelegt werden. Ob zum Arbeitsplatz oder zum Einkaufen - das Auto soll stehen bleiben. Gerne auch beim Sonntagsausflug. „Dieses überschaubare Gefährt hat eine große Bandbreite, bietet auch Sport und Abenteuer“, so Wiens. 335 Teilnehmer waren dieses Jahr beim Stadtradeln dabei.

Die meisten Urkunden landeten beim evangelischen Pfarrer

Die meisten Kilometer legte Julia Dörnbecher zurück, 1309 waren es. Und damit einer mehr als bei Ralf Sepper. Der Kindergarten Regenbogen stellte mit 67 Teilnehmern das größte Team, die meisten Team-Kilometer verbuchte die evangelische Gemeinde mit gut 12.000. Die bewegungsfreudigste Familie, gemessen an den Kilometern, ging als Team „Holz“ an den Start. Bei den Unternehmensteams hatte Hamberger die Nase vorn. Es gab eine Extra-Wertung für die Parteien. Die größte Gruppe und die meisten geradelten Kilometer hatten die Grünen vorzuweisen.

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