Gemeinderat Stephanskirchen will im Juli Architekten-Plan für die Otfried-Preußler-Schule sehen

Der Ostflügel der Otfried-Preußler-Schule wird abgerissen. Damit fallen zwei Klassenzimmer weg. Für die Ersatzklassenzimmer im Container gibt es zwei geeignete Stellplätze, hier links und rechts eingezeichnet. Das Bauamt bevorzugt den Standort rechts.
  • Sylvia Hampel
    vonSylvia Hampel
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Mensa und Mittagsbetreuung brauchen mehr Platz, die Grundschule auch, eine neue Aula soll her, das Parkchaos muss beendet werden – Stephanskirchen hat mit der Otfried-Preußler-Schule einiges vor. Der Gemeinderat stimmte dem Planungsziel zu, Architekt Richard Kröff soll seine Planung im Juli vorstellen.

Stephanskirchen – Die Otfried-Preußler-Schule (OPS) im Schnelldurchgang zu erweitern, das schaffte Bauamtsleiter Wolfgang Arnst jetzt in der Gemeinderatssitzung. Er fasste den Sachstand vor allem für die neuen Gemeinderatsmitglieder zusammen: Die Mensa ist zu klein, die Mittagsbetreuung ist zu klein, die Grundschule soll dreizügig werden und braucht mehr Platz, der Ostflügel wird kaum genutzt und das Lernen und Lehren haben sich verändert.

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Für die Mensa gibt es einen Raum, der als Erweiterung vorgesehen ist. Problem gelöst? Nicht ganz, denn dieser Raum wird derzeit von der Mittagsbetreuung genutzt. Die braucht aber ohnehin mehr Platz. Da ist angedacht, die zweistöckige Aula mit einer Zwischendecke zu versehen, dann sollte die Mittagsbetreuung, die laut Schulleiter jedes Jahr zweistellige Zuwachsraten verzeichnet, über genügend Raum verfügen. Die angedachte Erweiterung der Mensa nach außen fand wenig Freunde, Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie) lehnte „diese Nase“ gar rundweg ab.

Sechs Klassenzimmer im neuen Ostflügel

Der Ostflügel, dessen Erdgeschoss und die nicht bewohnte Hausmeisterwohnung weitgehend als Lagerfläche dienen, wird abgerissen, dort sollen sechs neue Klassenzimmer samt Nebenräumen und großzügigen Fluren entstehen.

Neue Aula treibt Kosten hoch

Und eine neue Aula. Den Auftrag, diese zu planen, hat das Architekturbüro Kröff aus Wasserburg laut Arnst bereits. Petra Schnell (CSU) gefiel die Idee der neuen Aula sehr gut, sie bezweifelte aber, dass die Umsetzung mit den derzeit veranschlagten knapp 4,5 Millionen Euro zu machen sei. Ist sie nicht, bestätigte Arnst, „das kostet ein paar Hunderttausend mehr“.

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Stephan Mayer (Parteifreie) schlug vor, den neuen Ostflügel statisch gleich so zu konzipieren, dass in X Jahren ein weiteres Stockwerk aufgesetzt werden kann, sollte der Bedarf entstehen. „Für den Architekten kein Problem, wenn wir das so wollen“, versicherte der Bauamtsleiter.

Hol- und Bringzone für Elterntaxis

Steffi Panhans (SPD) gefallen das Konzept und auch die Einbindung von Schulleiter Florian Burggraf gut. Sie regte an, bei der Neuregelung der Parkplätze eine Hol- und Bringzone für die Elterntaxis mit einzuplanen.

Konkrete Planung bis Ende Juli

Einige neue Gemeinderäte waren sichtlich erfreut über die Ankündigung, dass vor der Gemeinderatssitzung Ende Juli ein Ortstermin an der OPS geplant ist. Auch die Sitzung selber soll dann in der Schule stattfinden, Architekt Richard Kröff seine Planung vorstellen.

Mair erhofft sich durch Neu- und Umbau eine bessere Struktur der OPS, die den Bürgermeister an das Rosenheimer Klinikum im Kleinen erinnert: „In Jahrzehnten entstanden, mal hier und mal da angebaut, gerade, wie es gebraucht wurde.“

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die vorgestellten Planungsziele aus.

Geht es nach dem Bauamtsleiter, könnten die Baumaßnahmen an der OPS, vorausgesetzt alles läuft glatt, in den Sommerferien 2021 beginnen: „Sportlich – aber machbar.“ 

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