Aus dem Umwelt- und Verkehrsausschuss

Stephanskirchen will mehr Grün an Fassaden und Dächern: Förderprogramm aufgelegt

Kahle Wände, wie hier an der Turnhalle Schloßberg, will die Gemeinde künftig verstärkt begrünen. Und es fördern, wenn Privatleute das auch tun.
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Kahle Wände, wie hier an der Turnhalle Schloßberg, will die Gemeinde künftig verstärkt begrünen. Und es fördern, wenn Privatleute das auch tun.
  • Sylvia Hampel
    vonSylvia Hampel
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Zu viele nackte Wände, zu wenig Grün, da muss etwas geschehen, fanden die Kommunalpolitiker und beauftragten die Verwaltung, ein Förderprogramm für die Fassaden- und Dachbegrünung auszuarbeiten. Das ist jetzt fertig. So kommt man ab 2021 an Zuschüsse.

Stephanskirchen – Gefördert wird in Stephanskirchen die Begrünung von Dächern und Fassaden von Gebäuden, die in zusammenhängend bebauten Ortsteilen stehen. Die Bepflanzung von Flachdächern wird mit bis zu 50 Prozent, maximal aber 2000 Euro beziehungsweise 20 Euro pro Quadratmeter gefördert, bei der Fassadenbegrünung sind es ebenfalls bis zu 50 Prozent, maximal aber 1000 Euro.

Bürger und Unternehmen werden gefördert

Anträge kann jeder Bürger, darüber hinaus auch Eigentümergemeinschaften und jedes Unternehmen stelle. Pro Jahr werden zwei Maßnahmen pro Antragsteller gefördert. 10 000 Euro sind dafür ab 2021 zunächst im Haushalt der Gemeinde vorgesehen.

Karin Gall, zuständige Mitarbeiterin im Rathaus, schlug darüber hinaus im Umwelt- und Verkehrsausschuss vor, dass die Gemeinde auch als Vorbild voran geht und Fassaden eigener Gebäude begrünt. Nach einer Tour durch die Gemeinde präsentierte Karin Gall dem Ausschuss neun geeignete Gebäude samt der vorgesehenen Bepflanzung und den Ranksystemen.

Gemeinde begrünt eigene Gebäude

Es handelt sich um die drei Wohnblocks an der Gerhart-Hauptmann-Straße, ein Gebäude am Pirschweg, die Grundschule in Schloßberg, die benachbarte Mittagsbetreuung, die neue Turnhalle in Schloßberg, das rote Schulhaus, die Otfried-Preußler-Mittelschule und den Kindergarten Bärenstube.

Die Gesamtkosten hat Karin Gall mit etwa 23 500 Euro angesetzt und auf fünf Haushaltsjahre verteilt. „Ich würde gerne mehr ausgeben, bin aber coronabedingt zur Zeit sehr vorsichtig“, so Karin Gall im Ausschuss. Aufstocken könne man ja immer noch.

Patenprojekt vorgeschlagen – und angenommen

Robert Zehentmaier (Bayernpartei), der Zweite Bürgermeister, schlug vor, ein Patenprojekt anzubieten, was Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie) gut gefiel: „Das können wir gerne anbieten.“ Worauf an einem Tisch Getuschel ausbrach. Thomas Riedrich, wie seine Frau Erika für die Parteifreien im Ausschuss und mit ihr sowie einem Compagnon Macher der Simsseer Braumanufaktur, meldete sich zu Wort: „Ich habe mit meiner Geschäftsführerin gesprochen, wir übernehmen die Patenschaft für den Hopfen an der neuen Turnhalle.“ Gelächter, Applaus und einstimmiger Beschluss für das Förderprogramm.

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