Stephanskirchen macht Platz für Kinder: Mehr Bärchen in die Stube

Ins helle Souterrain der Kita Bärenstube zieht eine neue Krippengruppe ein. Dann sind vorerst alle Stephanskirchner Kinder versorgt.
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Ins helle Souterrain der Kita Bärenstube zieht eine neue Krippengruppe ein. Dann sind vorerst alle Stephanskirchner Kinder versorgt.

Bedarf da, Platz da, Geld da – passt. So schnell kann es mit neuen Krippengruppen manchmal gehen. Aber damit ist dann Schluss.

Von Sylvia Hampel

Stephanskirchen – Im späten Frühjahr stellte sich beim zentralen Anmeldetag für die Kindergärten und Krippen in der Gemeinde heraus, dass etwa ein Dutzend Krippenplätze mehr gebraucht wird, als derzeit vorhanden. Und im September gibt es für diese Stephanskirchner U 3 eine neue Gruppe im Kindergarten Bärenstube. Das ist zumindest das Ziel des Gemeinderates.

Neue Krippengruppe mit wenig Aufwand

„Die Bildung einer neuen Gruppe in der Bärenstube hätte für die Gemeinde den Charme, dass vorhandene Strukturen genutzt werden könne“, formuliert es Verwaltungsleiter Georg Plankl. Drei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe gibt es dort bereits. Und ein weiteres Zimmer, das als Gruppenraum bereits genehmigt ist. Es muss nur noch eingerichtet werden.

Erzieherin und Freiwilliger gesucht

Schwieriger könnte es schon werden, die eine Erzieherin, den einen Erzieher zu finden, die/der gebraucht wird. Sonst ist nach Auskunft der Kita-Leitung gegenüber der Gemeinde ausreichend Personal vorhanden. Ein junger Mensch, der in der Bärenstube einFreiwilliges Soziales Jahr oder Bufdi-Dienstleisten will, wäre noch gerne gesehen.

Ob tatsächlich alle zwölf Kinder, für die am zentralen Anmeldetag Bedarf angemeldet wurde, dann auch in der Bärenstube einziehen, das ist noch offen. Denn zum einen war der Bedarf in Schloßberg größer als in Stephanskirchen, zum anderen verändert sich gelegentlich die familiäre Situation noch.

Möbel bezahlt die Gemeinde

Bis zu 40 000 Euro zahlt die Gemeinde für das benötigte Mobiliar. Die Hälfte davon wurde in den Vorjahren nicht ausgegeben, für die andere Hälfte hat der Kämmerer Reserven.

Flur zur Krippengruppe soll verschönert werden

Janna Miller (Die Grünen), deren Kinder beide in die Bärenstube gehen, merkte an, dass sowohl der Eingangsbereich der Kita als auch der Flur im Souterrain, wo die neue Gruppe entstehen soll, sehr unattraktiv sind. Der Elternbeirat überlege schon auf einer Umgestaltung des Eingangsbereiches herum. Da wäre es gut, wenn die Gemeinde mal einen Fachmann auf die Situation ansetze. „Gerne, der Flur kann wirklich eine Verschönerung vertragen“, stimmte Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie) zu.

Kindergarten am Tulpenweg wird dringend

Janna Miller hatte schon bei der Vorberatung des Themas im Haupt- und Finanzausschuss darauf hingewiesen, dass damit in der Gemeinde dieGrenzen für neue Gruppen erreichtseien. „Wir flicken immer nur. Wir müssen uns jetzt mit dem Kindergarten am Tulpenweg beschäftigen, der muss dringend weiter vor auf der Prioritätenliste.“ Auch dafür erntete sie Zustimmung vom Bürgermeister.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, in der Bärenstube eine neue Krippengruppe einzurichten.

Hauptausschuss darf selbst entschieden

Genauso einmütig stimmte der Rat anschließend dafür, dass der Haupt- und Finanzausschuss künftig direkt über die Erweiterung von Kitas beschließen soll. Nur Grundsatzentscheidungen wie der Bau einer Kita oder das Pachten eines Gebäudes für eine neue Einrichtung sollen künftig noch im Gemeinderat behandelt und beschlossen werden.

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