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Stephanskirchen bekommt LEADER-Unterstützung

Eine schöne Bescherung: Diesen Zuschuss gibt es für barrierefreies Baden in Baierbach

Eine Gruppe Frauen und Männer im Biergarten am verschneiten Simssee
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Harald Oberrenner, Behindertenbeauftragter von Stephanskirchen und Initiator des barrierefreien Stegs, Josef Summerer, Josef Kloo (beide Seebesitzerverband), Anton Wallner (LAG-Vorsitzender), Dr. Andreas Uhlig (Geschäftsleiter der Gemeinde, Stephanskirchens Bürgermeister Karl Mair, Dr. Georg Kasberger (Behördenleiter AELF), Gwendolin Dettweiler (Managerin LAG Mangfalltal-Inntal), Thomas Sandbichler (Seebesitzerverband) und Verena Bauer (Geschäftsführerin Seebesitzerverband/von links) bei der Übergabe des Förderbescheids im Simsseer Biergarten.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Es ist kalt und ungemütlich so kurz vor Weihnachten am Simssee. Der Gruppe im Simsseer Biergarten ist dennoch warm ums Herz. Denn es gibt dieses Jahr eine ganz besondere Bescherung.

Stephanskirchen - Rund um den Simssee trotzt der Schnee noch dem Nieselregen als sich Bürgermeister, Geschäftsleiter und Behindertenbeauftragter der Gemeinde Stephanskirchen, Vertreter des Seebesitzerverbandes, der Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie der Vorsitzende der LEADER-Aktionsgruppe Mangfalltal-Inntal und deren Managerin am Seeufer treffen. Die Sehnsucht nach einer Abkühlung im See ist nur eine vage Erinnerung des Sommers.

Abkühlung nicht für alle zu genießen

Diese Abkühlung wünschen sich an heißen Augusttagen sehr viele Menschen. Nur ist das kühle Nass nicht für alle gleich einfach zu genießen, denn vom Rollstuhl in den Badesee zu gelangen, ist meist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Das weiß Harald Oberrenner, der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Stephanskirchen, nur allzu gut. Er sitzt selbst im Rollstuhl. Und macht sich seit Jahren für einen Steg stark, über den Rollifahrer selbstständig ins Wasser und wieder hinaus kommen.

Nicht nur die. Der Steg ist von Felix Finsterwalder so entworfen, dass alle Menschen, die aufgrund einer Verletzung oder aufgrund ihres Alters nicht gut zu Fuß sind, gefahrlos und kontrolliert ins Wasser kommen. Was bei dem flachen Strand nebenan nicht unbedingt der Fall ist.

Der Gemeinderat Stephanskirchen war schnell von Oberrenners Idee überzeugt und will Abhilfe schaffen. Oberrenner freut es ganz besonders, dass seine Idee endlich umgesetzt wird. „Dies steigert die Lebensqualität für alle Menschen in der Gemeinde enorm“, so Oberrenner.

Die Seebesitzer machen es möglich

Sein Dank gehört auch dem Seebesitzerverband. Denn hätte der „nein“ zu dem Vorhaben gesagt, „hätten wir planen können, was wir wollen - es wäre nie gebaut worden“, sagt auch Dr. Andreas Uhlig, der Geschäftsleiter der Gemeinde. So aber kann der 36 Meter lange und etwa 185.000 Euro teure Steg gebaut werden. Bis zur Badesaison 2023 soll er fertig sein.

Für dieses anspruchsvolle Projekt hat die Gemeinde das erste Mal Fördermittel aus dem EU-Programm LEADER beantragt, wie Bürgermeister Karl Mair und Dr. Uhlig berichten. Acht Jahre lang hatte Stephanskirchen nicht so betuchten Gemeinden in der LAG Mangfalltal-Inntal den Vortritt gelassen. „Der Antrag stieß auf breite Zustimmung und sehr positive Resonanz“, erinnert sich Uhlig an die damalige Sitzung.

Mehrwert für Einheimische, Tourismus und Wirtschaft

Mair und Uhlig nahmen jetzt den vorletzten Förderbescheid der aktuellen Förderphase von Dr. Georg Kasberger, nicht nur Leiter des AELF, sondern auch Gemeinderat am gegenüberliegenden Seeufer, entgegen. Kasberger und Anton Wallner, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Mangfalltal-Inntal und Bad Feilnbachs Bürgermeister, betonten anlässlich der Übergabe der 75.000 Euro auch die touristische Aufwertung, die die gesamte Region mit dem Stephanskirchener Projekt gewinnt. „Dafür steht LEADER: Den ländlichen Raum mit guten Projekten zu stärken, die sowohl den Einheimischen einen hohen Mehrwert ermöglichen als auch Gäste in die Region bringen und so Tourismus und Wirtschaft ankurbeln!“ so Kasberger und Wallner unisono.

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