Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


SPORTVEREIN

Stephanskirchen: Die Kleinen müssen zu weit zum Müssen

Das Dixi-Klo für die kleinsten Kicker soll nur Provisorium sein, kein Dauerzustand. Eine Toilettenanlage ist geplant.
+
Das Dixi-Klo für die kleinsten Kicker soll nur Provisorium sein, kein Dauerzustand. Eine Toilettenanlage ist geplant.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
    schließen

Nein, Dixi-Klos wollten die Gemeinderäte den vielen kleinen und größeren Kickern dann auch Dauer doch nicht zumuten. Deswegen stimmten sie in ihrer jüngsten Sitzung einmütig dafür, dem SV Schloßberg-Stephanskirchen einen Zuschuss zum Bau einer Toilettenanlage am Kunstrasenplatz zu geben.

Stephanskirchen – Zur Freude von Jugendleiter Chris Fleischmann hatte sich die Befürchtungen, Corona könne die Zahl der Nachwuchsfußballer schwinden lassen, nicht bewahrheitet. „Wir haben von der A- bis zur G-Jugend alle Mannschaften besetzt und einen immensen Zulauf an Mädchen und Buben“, sagt Fleischmann.

Lesen Sie auch: Sportverein Schloßberg: Sichtbares Zeichen für die Partnerschaft mit Bayern München

Langer Weg für kurze Beinchen

Die Jüngsten trainieren ausschließlich auf dem Kunstrasenplatz. Und von dort ist es ziemlich weit bis zum Vereinsheim und den dortigen Toiletten. „Das Areal umfasst insgesamt sechs Hektar und darf durchaus als weitläufig bezeichnet werden“, hatte es Kämmerer Philipp Brück in seiner Beschlussvorlage formuliert.

Warum nicht ins Tennisheim?

Christian Ladner (Parteifreie) wollte die kleinen Kicker nicht unbeaufsichtigt so weit laufen lassen. Warum die denn nicht im Tennisheim müssen dürfen können, wollte er wissen. Weil das nur offen sei, wenn Tennisspieler dort sind, so sein Fraktionskollege Hubert Lechner, und dann dürften sie selbstverständlich kommen. Das stieß bei der Dritten Bürgermeisterin Steffi Panhans (SPD) auf Unverständnis: „Mir ist immer schon schleierhaft, warum jede Abteilung ihre eigenen Toiletten braucht. Warum sollten die Kinder und Jugendlichen das Tennisheim nicht mitnutzen? Nur „ist abgeschlossen“ kann es doch wohl nicht sein“.

2009 Versprechen, keine WCs zu beantragen

Mit einem Schmunzeln erinnerte sich Lechner daran, dass er als SV-Vorsitzender bei der Planung des Kunstrasenplatzes ab 2009 versprechen musste, „dass wir keine WCs beantragen“. Daran habe sich der SV bisher gehalten. „Aber mittlerweile trainieren dort so viele Kinder und Jugendliche, dass es besser ist.“

Das Nötigste ganz in der Nähe

Jugendleiter Fleischmann, der Rederecht erhalten hatte, warf ein, dass die Fußballer nicht vorhätten, dort ein riesiges Gebäude hinzustellen, sondern nur das Nötigste fürs Nötige. Direkt im ohnehin eingezäunten Bereich, denn da müsse kein Trainer mit. Bei der Planung stecke die Abteilung noch in den Kinderschuhen, deswegen könne er derzeit zu Kosten auch noch nichts sagen.

Möglichst behindertenfreundlich

Daran hatte sich Christian Helget (Freie Wähler) gestört: Er hätte gerne zumindestens eine grobe Kostenschätzung gehabt und nicht einfach der Übernahme von 50 Prozent von X zugestimmt.

Lesen Sie auch: Die Bayern kommen: Ein Campus für Nachwuchs-Kicker in Stephanskirchen

Zweiter Bürgermeister Robert Zehentmaier (Bayernpartei) fand, bei 16 Jugendmannschaften, darunter drei Mädchenteams, könne man durchaus überlegen, ob nicht außer den Toiletten auch zwei Umkleiden sinnvoll wären. Egal ob mit oder ohne Umkleiden, es solle möglichst behindertenfreundlich gebaut werden, bat Stephan Mayer, Fraktionsvorsitzender der Parteifreien.

Fußballern und Verwaltung vertrauen

Jacqueline Aßbichler (CSU) konnte Helget verstehen, auch ihr klang die Beschlussvorlage schon zu sehr wie ein fixer Beschluss, obwohl letztlich der Haupt- und Finanzausschuss nach Vorlage aller Unterlagen entscheidet. „Nicht, dass so andere Lösungen verhindert werden.“

Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie) bat um Vertrauen, dass bei der Zusammenarbeit bei der Detailplanung von Gemeinde und Fußballabteilung nicht Überzogenes entstehe. Das gewährte der Gemeinderat dann auch einstimmig.

Mehr zum Thema

Kommentare