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STEINBRUCH EINE „PLANERISCHER SÜNDE“

Kampf gegen Steinbruch-Erweiterung: Bayerischer Bund Naturschutz-Chef informiert sich in Nußdorf

Über den aktuellen Sachstand am Heuberg informierte Ulrich Kottmann, Sprecher des „Aktionsbündnis Rettet den Heuberg“ (links), den bayerischen Bund Naturschutz-Vorsitzenden Richard Mergner und den Rosenheimer Kreisvorsitzenden Peter Kasperczyk.
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Über den aktuellen Sachstand am Heuberg informierte Ulrich Kottmann, Sprecher des „Aktionsbündnis Rettet den Heuberg“ (links), den bayerischen Bund Naturschutz-Vorsitzenden Richard Mergner und den Rosenheimer Kreisvorsitzenden Peter Kasperczyk.
  • VonVolkhard Steffenhagen
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Das Engagement gegen die Erweiterung des Steinbruchs in Überfilzen hat mittlerweile überregionale Bedeutung angenommen. Kürzlich informierte sich der Vorsitzende des Bund Naturschutz Bayern, Richard Mergner, bei Ulrich Kottmann, Sprecher der „Aktionsbündnis Rettet den Heuberg“, über die aktuelle Sachlage.

Nußdorf/Überfilzen – Mergner gilt als Experte im Bereich der Landschaftsplanung. Begleitet wurde er von Peter Kasperczyk, Kreisvorsitzender des Bund in Rosenheim.

Mergner, dem die Thematik des Überfilzener Steinbruchs bisher nur aus der Ferne bekannt war, zeigte sich vom Anblick des Steinbruchs entsetzt. „Die planerische Sünden, die hier in den 60er-Jahren begangen worden sind, dürfen auf keinen Fall weitergeführt werden“, sagte er. Er kündigte an, sich dafür einzusetzen, die bisherigen Genehmigungen, die nach Auffassung des Bund zu einem unrechtmäßigen Abbau geführt hätte, aufzuarbeiten und zwar so, dass sie den Vorgaben früher Genehmigungsbescheide entsprächen.

Ehe nicht alles geklärt und aufgearbeitet sei, sei es aus seiner Sicht in keiner Weise angebracht, ein neues immissions- oder bergwerksrechtliches Verfahren durchzuführen, wie es das Südbayerische Portland-Zementwerk beantragt hat.

Lesen Sie auch: 758 oder 840 Meter? Streit um die Abbaugrenze am Steinbruch Heuberg (Plus-Artikel OVB-Online)

Sinnvoll wäre aus Sicht des Aktionsbündnisses nun ein Raumordnungsverfahren durchzuführen, damit alle Belange berücksichtigt werden könnten. Mergner appellierte sowohl an den Landrat wie auch an den Kreistag, sich der Forderung nach einem Raumordnungsverfahren ebenfalls anzuschließen und die Regierung von Oberbayern aufzufordern, dem auch nachzukommen.

Bestrebungen diesbezüglich werden allerdings von der Regierungspräsidentin von Oberbayern, Maria Els, allerdings abgelehnt, da dieses Verfahren bereits im Jahr 1960 durchgeführt worden sei. Für Mergner ist es „eine absurde Situation“, auf ein Verfahren vor mehr als 60 Jahren zu setzten. Insbesondere deswegen, weil sich seit den 1960er-Jahren viel in Sachen Umwelt- und Naturschutz getan habe.

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