Aus dem Gemeinderat Riedering

Standortsuche für Mobilfunkmast

Riedering – Schon im vergangenen Jahr diskutierte der Riederinger Gemeinderat über einen möglichen Standort für einen Mobilfunkmasten (wir berichteten). Der bereits auf dem Hufnagelfeld stehende Mast sollte zuerst erhöht werden, was aber sowohl durch das Gremium als auch durch das Landratsamt unter Verweis auf den Naturschutz abgelehnt wurde.

Prinzipiell hatten die Gemeinderäte der Errichtung einer Mobilfunk-Mastanlage zugestimmt, jedoch sollte ein möglichst großer Abstand zur Wohnbebauung eingehalten werden. Die Gemeinderäte sprachen sich für zwei andere Standorte aus, einen zwischen Ried und Riedering und einen weiteren auf dem Hochfeld bei Gögging.

Der erste Standort wurde vom Landratsamt aus landschaftsschutzrechtlichen Gründen abgelehnt, beim zweiten unterzeichneten 44 Bürger eine Ablehnung. Die Abel Mobilfunk GmbH hatte ein gemeindliches Waldgrundstück von Stephanskirchen kommend am Ortseingang auf der rechten Seite vorgeschlagen, der darauf zu errichtende Mast sollte eine Masthöhe von 35 Metern haben. Nun sei die Firma Abel erneut an die Gemeinde he rangetreten mit der Bitte um die Benennung eines Standortes, andernfalls werde die Mobilfunkfirma das Angebot eines anderen Grundbesitzers annehmen. Häusler erklärte, dass das Gremium somit einen Beschluss fassen müsse, andernfalls sei man „raus aus der gemeindlichen Beteiligung.“

Verschiedene Kritik

Andreas Hirzinger erklärte, dass er enttäuscht sei, Landschaftsschutz sei wichtiger als menschliche Sicherheit: Ein höherer Mast berge schließlich mehr Gefahren. Dominik Summerer hakte bei der Masthöhe nach. Beim Hufnagelfeld habe die Telekom seinerzeit sich auch mit einem zehn Meter hohen Mast, der auch noch mehr als 400 Meter von der Wohnbebauung entfernt sei, zufrieden gegeben. Bei einem 35 Meter hohen Masten müsse ein Bauantrag gestellt werden, dem man zustimmen müsse, ebenso könne man bei der Leistungsdichte mitbestimmen.

Bürgermeister Josef Häusler betonte, dass die Gemeinde bei einem Vertragsabschluss mitbestimmen könne. Daraufhin stimmten außer den Gemeinderäten Sebastian Niedermaier, Josef Lindner und einem weiteren Ratsmitglied die restlichen Räte für den Beschluss, der Abel Mobilfunk das Grundstück am nördlichen Ortsende Riederings vorzuschlagen und bei der Vertragsgestaltung mitzuwirken.

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