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Standortschießanlage bleibt

Seit bekannt ist, dass die Soldaten der Karfreit-Kaserne Brannenburg zwar bis 2010 nach Ingolstadt umziehen, die Standortschießanlage in Hinterried aber bis 2014 weiter betrieben werden soll, gehen in Brannenburg die Emotionen hoch. "Für uns bedeutet das, dass wir nicht nur den wirtschaftlichen Nachteil durch den Abzug der Truppen verkraften müssen, sondern dass unsere Bürger auch weiterhin mit dem Lärm der Schießanlage leben müssen", so Bürgermeister Mathias Lederer in einem Brief an Bundesverteidigungsminister Dr. Jung.

Brannenburg - Dagegen, so Lederer weiter, wolle und müsse er sich im Namen der Bevölkerung wehren. Denn die Standortschießanlage in Hinterried, die nur 200 Meter von den ersten Häusern im Ortsteil Badanger entfernt liegt, soll nun von Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23, zu der Einheiten aus Bad Reichenhall, Mittenwald, Ingolstadt und Bischofswiesen-Strub gehören, genutzt werden. "Das bedeutet für uns, dass neben dem Krach durch Schüsse aus der Pistole P8, dem Sturmgewehr G36 und dem Maschinengewehr MG3 auch Lärm durch die Truppentransporte zu erwarten ist. Das ist nicht hinnehmbar", so Lederer unmissverständlich.

Die Probleme und Sorgen durch die Umnutzung des ehemaligen Kasernengeländes, die sogenannte Konversion, sei schwierig genug. Auch erhebliche finanzielle Einbußen seien durch den Wegzug der Soldaten im Ort zu verzeichnen, erklärte der Bürgermeister.

Außerdem, so habe Lederer gehört, sei geplant, diese Schießanlage zeitweise auch an Zivilpersonen zu vermieten. Mit dieser Entwicklung für den Ort sei er keinesfalls einverstanden.

Erstaunt zeigte sich auf Anfrage des Oberbayerischen Volksblattes Oberstabsfeldwebel Hannes Burghartswieser von der Presseabteilung aus Bad Reichenhall: "Von einer anderen Schießanlage für unser Gebirgsjägerbataillon 231 oder das Fernmeldebataillon 210 als den Nesselgraben in Reichenhall habe ich noch nie gehört." Dieser Graben sei, so Burghartswieser, ein geradezu idealer Standort. "Es ist eine natürliche Schlucht im Gebirge." Im Bereich Sicherheit und Lärm biete dieses Gelände geradezu optimale Voraussetzungen. Außerdem sei die nächste Wohnbebauung einige Kilometer entfernt, und auch Nachtschießübungen stehe nichts im Wege. "Dieser Platz liegt perfekt und ist gut ausgebaut", so der Pressesprecher.

Ganz anders lauten die knappen Mitteilungen aus der Pressestelle der Bundeswehr in München. "Nach derzeitiger Planung soll die Standortschießanlage Brannenburg über das Jahr 2010 hinaus bestehen bleiben. Der genaue Zeitpunkt der Aufgabe der Standortschießanlage ist abhängig von dem Abschluss der Baumaßnahmen an den alternativen Standortschießanlagen. Zukünftige Nutzer der Schießanlage werden voraussichtlich Einheiten der Gebirgsjägerbrigade 23 sein. In welcher Stärke und mit welchen Waffen geschossen werden wird, ist auftragsabhängig und kann nur im (zukünftigen) Einzelfall entschieden werden."

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