LESERFORUM

Sperre der Zufahrt zur Schwarzlack trifft Ältere

Zu „Schranke sperrt Zufahrt zu Schwarzlack“ (Lokalteil):

Unsere Schwarzlack ist nicht nur ein Wallfahrtsort, sondern ein besonderer Ort wo Hilfesuchende, Zuversicht und Hoffnung finden. Mich stimmt es sehr traurig, dass schwerkranken, gehbehinderten und älteren Personen dieser Zugang künftig verwehrt wird.

Die Gottesdienste können sehr viele Menschen nicht mehr besuchen, da ihre Mobilität eingeschränkt und der Weg zu beschwerlich ist. Bisher habe ich hier gerne geholfen und ältere Brannenburger in einem voll besetzten Auto dorthin gebracht. Das ist jetzt vorbei! Eine Generation, die sich für unsere Gesellschaft aufgeopfert hat.

Geplagt von der Zeit nach dem Krieg, ist den älteren Menschen der Glaube und der Rückhalt, den sie in der Wallfahrtskirche erhalten nicht nur wichtig, sondern auch ein Lebensinhalt.

Dies ist keine gewöhnliche Messe, sondern etwas ganz Besonderes. Auch für die Wirtsleute ist die Einschränkung in meinen Augen nicht nachvollziehbar. Die Familie sorgt seit Jahrzehnten für das Wohl aller Ausflügler.

Es ist unbestritten, dass die Schwarzlack ihren guten Ruf dem Engagement aller Mitarbeiter zu verdanken hat. Der Sinn hinter diesem Verbot ist nicht nachvollziehbar.

Geht es nur um das Fahrrecht, welches untersagt wurde – all das nur wegen 100 Metern – oder wurde dem Kläger hier in vergangener Zeit etwas verwehrt? Seit ich mich daranerinnern kann, kenne ich diesen Weg als Zufahrt. Es gibt keine andere Möglichkeit dorthin zu gelangen. Falls tatsächliche Gründe für die Sperrung sprechen, könnte man es nachvollziehen.

Man hat den Eindruck, dass hier der Wille eines Einzelnen in unverhältnismäßiger Weise über eingelebtes Recht gesetzt wird.

Maria Vogt

Brannenburg

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