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2.000 Höhenmeter für den guten Zweck

„Mount Charity“: Spendenlauf in den Bergen für das Rosenheimer Kinderheim „Schöne Aussicht“

Wandern für den guten Zweck: Mit ihrer Spendenaktion „Mount Charity“ wollen Juliane Jäger (links) und Anna Winkler das Rosenheimer Kinderheim „Schöne Aussicht“ unterstützen.
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Wandern für den guten Zweck: Mit ihrer Spendenaktion „Mount Charity“ wollen Juliane Jäger (links) und Anna Winkler das Rosenheimer Kinderheim „Schöne Aussicht“ unterstützen.
  • Barbara Forster
    vonBarbara Forster
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Die bergbegeisterten Frauen Anna Winkler und Juliane Jäger wollen ihr Bergglück mit den Kindern teilen und am 15. Mai 2000 Höhenmeter zurücklegen. Für jeden gegangenen Höhenmeter suchen sie Sponsoren, die einen frei wählbaren Betrag spenden. Der Erlös geht an das Kinderheim „Schöne Aussicht“.

Raubling/Neubeuern – Die Stille auf dem Berg früh morgens, dazu heißer Kaffee und ein Stück Kuchen. Für Juliane Jäger (33) aus Raubling gibt es keinen besseren Ort, um die Akkus wieder aufzuladen. Auf ihren Touren wird sie häufig von Anna Winkler (31) aus Neubeuern begleitet.

Die beiden Grundschullehrerinnen sind regelrecht süchtig nach Bergluft. Am Samstag, 15. Mai, wollen sie eine Spendenaktion starten und Höhenmeter sammeln. „Mount Charity“ nennt sich ihr „Spendenlauf“. Ihre Tour führt über fünf Gipfeltour und 2.000 Höhenmeter. Der Erlös soll an das Rosenheimer Kinderheim „Schöne Aussicht“ gehen.

Weitere Sponsoren willkommen

Die Idee dazu ist Juliane Jäger eines Nachts gekommen, während sie ihren Sohn Benedikt stillte: „Das war so ein inniger Moment. Ich dachte mir: Mei, dem geht’s so gut. Aber so geht es eben nicht allen Kindern.“ Dadurch kam ihr der Gedanke, eine Spendenaktion in den Bergen zu starten. Sie setzte ihre Freundin Anna darüber in Kenntnis. Und diese sei „sofort dabei“ gewesen.

Eine große heimische Bergtour sollte es werden. „Wir dachten uns, wir suchen uns Firmen oder Privatleute, die uns für jeden Höhenmeter einen Geldbetrag spenden“, so Juliane Jäger. Viele Leute aus ihrem Bekanntenkreis werden sie unterstützen, auch einige Firmen hätten sich auf Anfragen zurückgemeldet. Bisher hat das Bergduo 13 Sponsoren gefunden. Der geschätzte Erlös liege bis dato bei 1.000 bis 1.200 Euro. Weitere Sponsoren sind aber immer willkommen, so die 33-Jährige.

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Starten wollen die Frauen von Bad Feilnbach aus mit einer Bergkarte im Gepäck. „Frühmorgens, um sechs, halb sieben Uhr“, erklärt Anna Winkler. Angedacht sei eine Strecke über die Farrenpoint zum Mitterberg und von dort aus weiter auf die Ramboldplatte, die Hochsalwand, hinüber zum Wendelstein und wieder zum Sudelfeld.

Sie lieben das Wandern: Anna Winkler (links) und Juliane Jäger.

Etwa 25 Kilometer lang ist die Wanderroute. Für die routinierten Berggeherinnen sei das keine Herausforderung, sondern eine „gemütliche“ Tour. Eigentlich, schildert Juliane Jäger, wäre der Plan gewesen, sich mit mehreren Leuten auf den Weg zu machen. Aber wegen Corona haben sie und Anna beschlossen, die Tour lieber zu zweit zu gehen. Auf ihrem gegründeten Instagram-Kanal „its.mountain.time“ wollen sie ihre Fangemeinde virtuell mitnehmen.

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Kennengelernt haben sich Juliane Jäger und Anna Winkler vor etwa zwei Jahren auf einem Geburtstag einer gemeinsamen Freundin. Es habe sofort „gefunkt“. Beide wollten sie schon immer nach Nepal reisen. „Für mich war das schon immer ein riesengroßer Traum“, erzählt Anna Winkler. Als dies auf dem Geburtstag durch Zufall zur Sprache kam, war eine gemeinsame Reise beschlossene Sache.

Schon einen Monat später haben sie einen Flug gebucht. Eine glückliche Fügung sei das gewesen, findet Juliane Jäger. „Wir haben uns super verstanden.“ Gemeinsam hätten sie viele Berge bestiegen, unter anderem das Basislager des Mount Everest. Und seither seien Wandertouren in der Heimat zu einem festen Ritual geworden. Einmal in der Woche zieht es die Freundinnen in die Berge – wenn auch nur für einige Stunden.

Als Juliane Jäger ihren Kleinen noch Stillen musste, hatte sie immer nur ein Zeitfenster von drei Stunden: „Um drei Uhr hab ich den Kleinen gestillt und um vier Uhr morgens habe ich mich mit Anna auf einem Parkplatz getroffen.“ Bis sieben Uhr sei sie dem Sonnenaufgang entgegengewandert und habe im Anschluss zuhause das Frühstück zubereitet. „Diese halbe Stunde auf dem Gipfel zu sitzen gibt mir so viel Kraft“, erklärt die 33-Jährige. Ähnliches berichtet auch Anna Winkler: „Man findet seinen Mittelpunkt wieder.“ Umso schöner finden es die beiden, ihr Hobby nun mit einem guten Zweck verbinden zu können.

Mit Spenden werden Fahrräder repariert

Axel Stelzmann, stellvertretender Leiter des Kinderheimes „Schöne Aussicht“, freut sich über das Engagement der jungen Frauen: „Unsere Kinder sind in Corona-Zeiten stark an das Haus gebunden. Die Spenden können wir gut für die Instandhaltung von Fahrrädern gebrauchen, um schöne Touren machen zu können.“ Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse its.mountain.time2@gmail.com mit dem Berg-Duo in Verbindung setzen.

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