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Nachtinsekten leiden besonders

SPD stellt Antrag gegen Lichtverschmutzung – Gemeinderat Kiefersfelden lehnt ab

Nachtinsekten leiden besonders unter dem Kunstlicht von Solarleuchten im Garten. Daher sollte es ab 22 Uhr gedimmt oder, wie bei Helga Schmidt, der Solareinsatz generell entfernt werden.
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Nachtinsekten leiden besonders unter dem Kunstlicht von Solarleuchten im Garten. Daher sollte es ab 22 Uhr gedimmt oder, wie bei Helga Schmidt, der Solareinsatz generell entfernt werden.
  • VonRoland Schmidt
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Viele nachtaktive Insekten und andere Tiere leiden unter der konstanten Beleuchtung in der Nacht. So zumindest hat die SPD ihren Antrag zur Reduktion der Lichtverschmutzung in Kiefersfelden begründet. In der jüngsten Sitzung setzte sich das Gremium mit den Antrag auseinander.

Kiefersfelden – Mit einem Antrag der SPD, zur Bekämpfung der Lichtverschmutzung im Ort, hat sich der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung beschäftigt. Letzten Endes wurde der Antrag aber abgelehnt.

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„Nachtaktive Insekten, Singvögel, Fledermäuse, Fische, ja ganze Ökosysteme leiden dramatisch unter den Folgen der Lichtverschmutzung“, begründete die SPD-Fraktion ihren Antrag. „Sie ist als eine der Ursachen für das dramatische Artensterben anzusehen.“ Daher forderte sie, einen Masterplan für die Gemeindebeleuchtung zu erstellen und bei der nächsten Ausgabe der Kieferer Nachrichten das Lichtverschmutzungsproblem zu thematisieren, um hier ein Umdenken beim Einsatz von Nachtbeleuchtungen im privaten wie öffentlichen Raum anzustoßen.

Bürgermeister Hajo Gruber dementiert Vorwürfe.

Bezüglich der Straßenbeleuchtung konterte Bürgermeister Hajo Gruber (UW): „Die Gemeinde ist seit Jahren dabei, umweltverträgliche Straßenbeleuchtung im Ort zu installieren, und treibt auch die Dimmung zur Nachtzeit voran.“ Er belegte dies mit Zahlen. So wurden seit 2012 über 700 Lampen auf LED umgestellt.

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Seit 2017 brennt beim Radweg von Mühlbach nach Kiefersfelden ab 22 Uhr nur noch jede zweite Lampe. Seit 2020 wurden, entlang der Hauptstraße, 100 Lampen auf Dimmung umgerüstet. Von 23 bis 05.30 Uhr wird unter anderem die Intensität der Beleuchtung an der Kirche, des Bahnhofvorplatzes und der Außenbereiche reduziert.

Umweltbewusstsein soll geschärft werden.

Albert Weingart (Grüne) betonte, dass es bei dem SPD-Antrag um weit mehr als die Straßenbeleuchtung geht: „Wir müssen das Bewusstsein der Bürger für Lichtverschmutzung schärfen.“ Hier brachte Veronika Klosterhuber (UW) ein positives Beispiel aus Bernau, wo die Privathaushalte auf negative Auswirkungen von bestimmten Hausbeleuchtungen und Solarleuchten hingewiesen werden.

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Stefan Schroller (CSU) gab zu bedenken, dass die größte Lichtbelastung im Ort von der Autobahnraststätte komme.

Antrag wurde abgelehnt.

Bei der Abstimmung folgte die große Mehrheit des Gemeinderates der Einschätzung des Bürgermeisters, dass die Gemeinde ausreichend aktiv sei und lehnte den SPD-Antrag mit 15:3 Stimmen ab. Die Gegenstimmen kamen aus den Reihen der SPD und den Grünen.

Ab 22 Uhr bleiben alle Lichter aus

Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich die Gemeinde an der Aktion „Licht Aus!“ beteiligt. Als Zeichen gegen die Lichtverschmutzung soll am Samstag, 7. September, im gesamten Gemeindebereich die Straßenbeleuchtung von 22-23 Uhr abgeschaltet werden.

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