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Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer

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Hauptversammlung im Zeichen der Rose

Söchtenauer Gartenbauverein erklärt den richtigen Umgang mit der Königin der Blumen

Gertraud Polz in ihrem Garten: Die Wasserburger Rose (lilablühend und sehr unempflindlich) wurde früher vom Bauhof an den Straßenbaurändern gepflanzt. Heute sieht man sie eher selten, aber Gertraud Polz hegt und pflegt in ihrem Garten ein großes Exemplar am Gartenzaun zur Straße hin.
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Gertraud Polz in ihrem Garten: Die Wasserburger Rose (lilablühend und sehr unempflindlich) wurde früher vom Bauhof an den Straßenbaurändern gepflanzt. Heute sieht man sie eher selten, aber Gertraud Polz hegt und pflegt in ihrem Garten ein großes Exemplar am Gartenzaun zur Straße hin.
  • VonElisabeth Kirchner
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Sie ist die Königin der Blumen und will auch so behandelt werden. Deswegen stand die Jahresversammlung des Obst-und Gartenbauvereins Söchtenau (OGV) ganz im Zeichen der Rose. Dessen Vorsitzende Gertraud Polz weiß, wie man mit der kapriziösen Schönheit umgeht.

Söchtenau – Sie ist die Königin der Blumen und will auch so behandelt werden. Deswegen stand die Jahresversammlung des Obst-und Gartenbauvereins Söchtenau (OGV) ganz im Zeichen der Rose. Um es nicht bei hehren Worten zu belassen, lohnt sich ein Besuch bei Gertraud Polz, der Vorsitzenden des OGV. In ihrem Garten blühen Tulpen, Narzissen, der Flieder hat schon merklich angesetzt, und auch die Rosen treiben kräftig aus.

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Damit Letztere sich auch wirklich zu voller Schönheit erheben und entfalten, brauchen sie die richtige Pflege. „Pflanzen, schneiden, düngen“ – das sind schon mal die ersten Tipps der leidenschaftlichen Gärtnerin. Der Standort sei entscheidend. Nur sonnige und möglichst luftige Plätze lassen die Rose gedeihen. Und: Sie braucht Platz. „Sie ist die Königin unter den Blumen, und genauso möchte sie auch behandelt werden“, erzählt Gertraud Polz amüsiert.

Anmutig, aber auch anspruchsvoll

„Anmutig, aber auch anspruchsvoll“, schwärmt Polz über Rosen. Prächtig anzuschauen, wenn sie in rot, rosé, gelb, orange, pink, rosa, weiß, violett, aufrecht, buschig, oder bodendeckend in ihrer Pracht strahlen. Wer träumt da nicht von einem blühenden Balkon oder Rosengarten? Auch Balkon- und Kleingartenbesitzer können Rosen halten, sagt Gertraud Polz: Heidetraum („der blüht öfter“) oder „The fairy“ mit ihren kleinen Blüten seien da beispielsweise sehr zu empfehlen.

Richtig Düngen – das A und O

Am besten nimmt man ADR-Rosen. ADR steht für „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung,“ die zu einer der schwersten Rosenprüfungen der Welt gehört. Getestet werden über mehrere Jahre Themen wie Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen, Winterhärte, Reichblütigkeit, Blüte, Duft und Wuchsform.

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Aber auch gute Erde sei das A und O, ebenso die richtige Düngung: „Überdüngt ist schnell.“ Rosen dürfe man nie von oben gießen, empfiehlt Gertraud Polz. Und wie beim Düngen gilt auch hier: Weniger ist mehr. Was das Schneiden angeht: nicht vor der Forsythienblüte.

Beipflanzungen möglich

Königinnengleich wollen Rosen glänzen, erklärt Polz. Das heißt, der Hofstaat darf nur in gebührendem Abstand von der Rose stehen. Als stilvolle Begleiter machen sich Lavendel oder Katzenminze gut, Knoblauch hilft gegen Pilzkrankheiten. Auch Frauenmantel, Rittersporn oder Schleierkraut sind als Beiflanzung möglich. Aber immer in gebührendem Abstand von der prachtvollen Königin.

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Und was macht die Gärtnerin Polz gegen Schädlinge? Sie sei da sehr naturnah. Die Vögel richteten das schon, ansonsten bei sonnigem, warmen Wetter Sahne oder Milch auf die Knospen spritzen, auch verdünnte Kernseife geht. Nach zwei Tagen abwaschen, fertig.

Ersatzpflanzung an der Haynger Steige mit (von links) Kreisfachberaterin Susanne Summerer, Kreisverbandsvorsitzendem Rainer Steidle, OGV-Vorsitzender Gertraud Polz, dem Vorstandschef und -vize des Radlervereins, Maxi Forstner und Christoph Huber, dem stellvertretenden Vorsitzender des OGV, Martin Winkler, Grundstücksbesitzer Manfred Hell und Kreisfachberater Roman Pröll.

Mitgliederstärkster Verein im Ort

Am 29.  Februar 1920 gegründet, ist der OGV Söchtenau mit über 330 Mitgliedern heute einer der mitgliederstärksten Vereine im Ort. Bei der Jahresversammlung im Gasthaus Schmidmayer in Schwabering ging es unter anderem um die Pflanzung der Linde auf der Haynger Steige: Bei dem Unwetter im Juli 2021 wurden die alte Linde sowie einige weitere Bäume vernichtet.

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Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Rosenheim hat im Herbst 2021 die Obstbaumpflanzaktion unterstützt und in Verbindung mit dem OGV Söchtenau eine neue Linde gespendet, die gemeinsam mit OGV- und Radlervereinsmitgliedern auf der Steige gepflanzt wurde.

Der OGV hat 2022 einiges geplant

Nach dem Jahresrückblick gab es den Ausblick: Am 20. Mai findet ein Sensenmäh- und Dengelkurs statt, bei einem Ausflug nach München am 12. Juni ist ein Besuch des Rosengartens geplant, zwei Wochen später findet der Tag der offenen Gartentür statt, ein Vortrag beim Pomologen Georg Loferer in Thalham über alte Obstsorten ist für den 7. Oktober geplant und mit dem Obst- und Bauernmarkt am 15. Oktober endet das Jahr.

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Beim Ferienprogramm und mit „Zwergen und Elfen in den Zauberwald“ will man auch kleine Gärtner begeistern. Auch ganz junge Mitglieder werden bedacht. „Wenn ein Mitglied ein Baby und somit ein zukünftiges neues Mitglied bekommt, dann stiften wir einen Baum“, so Gertraud Polz.

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