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Dosierampeln und Fahrverbote

„Wogen schlagen hoch“: So leiden Kiefersfelden und Kufstein unter Grenzkontrollen und Skifans

Dosierampel an der Staatsstraße zwischen Kiefersfelden und Kufstein: Ampelanlagen sollen die Autofahrer aus den Ortsgebieten fernhalten.
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Dosierampel an der Staatsstraße zwischen Kiefersfelden und Kufstein: Ampelanlagen sollen die Autofahrer aus den Ortsgebieten fernhalten.
  • VonKatharina Koppetsch
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Nach einem Jahr Pause dürfen die Deutschen wieder über die österreichische Grenze zum Skifahren. Mit einher geht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Inntalautobahn und den Schleichwegen rund um Kufstein und Kiefersfelden. Nun hat das Land Tirol reagiert. Seit dem 15. Januar gilt an Wochenenden und Feiertagen bis zum 18. April ein Fahrverbot für den Ausweichverkehr rund um Kufstein.

Kiefersfelden/Kufstein – „Wir waren selber überrascht, wie schnell das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Wochen wieder zugenommen hat“, sagt Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreien Kufstein). „Die Wogen schlugen hoch in der Bevölkerung“, dem Ausweichverkehr wieder Einhalt zu gebieten. Deswegen griff das Land Tirol auf die alt bewährten Dosierampeln zurück und verstärkte die Verkehrslenkung mit zusätzlichen Fahrverboten.

Schleichverkehr stoppen

Die Verbote wurden für die L 211 Unterinntalstraße im Gemeindegebiet von Langkampfen, der L 295 Buchberger Straße in Fahrtrichtung Niederndorf und der L 209 Alten Erler Straße in Richtung Niederndorf ausgesprochen.

Dort dürfen an Samstagen von 7 Uhr bis 19 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8 Uhr bis 17 Uhr nur noch Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr passieren.

„Mit den ab Samstag geltenden Maßnahmen stellen wir sicher, dass der Wochenendverkehr auch auf den dafür vorgesehenen Straßenzügen bleibt, der Durchzugsverkehr nicht mitten durch die Ortsgebiete rollt und die verlässliche und prompte Einsatzmöglichkeit von Rettungsorganisationen weiterhin sichergestellt ist“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne).

Kufstein darf Fahrverbote erlassen

Zusätzlich durfte die Stadt Kufstein weitere Fahrverbote erlassen, teilt Krumschnabel den OVB-Heimatzeitungen mit. „Das ist möglich, weil bis Kufstein-Süd auf der Autobahn Mautfreiheit besteht“, erklärt der Kufsteiner Bürgermeister.

Fahrverbote: Beschränkungen an Feiertagen und Wochenenden

Die Verbote gelten auf folgenden Straßen: Gemeindestraße Endach/Kufstein ab dem Kreisverkehr ‚Kufstein Süd/B173/Krankenhaus‘ in Fahrtrichtung Bezirkskrankenhaus Kufstein, vom Eiberg kommend in Fahrtrichtung Kufstein ab der Abzweigung ‚Kreisverkehr Gemeindestraße Eibergstraße‘ (B 173-Bayrischer Hof) Fahrtrichtung Kufstein sowie auf der Einfangstraße abzweigend von der B 171 in Fahrtrichtung Norden.

„Die Fahrverbote werden durch Sicherheitskräfte kontrolliert“, so Krumschnabel.

Mit dem Verbot will die Stadt vor allem die Rückkehrer aus den Skigebieten auf der Autobahn Richtung Deutschland halten.

Grenzkontrollen sollen abgeschafft werden

Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber (UW) bestätigt, dass die Inntalgemeinde gerade vor allem unter dem Rückreiseverkehr der Skifahrer leide. Es gebe zwar auch eine Dosierampel im Gemeindegebiet Richtung Kufstein, doch durch die Mautfreiheit brauche es diese nicht mehr. „Sie hat dadurch ihre Grundlage verloren“, erklärt Hajo Gruber.

Die Gemeinde merke zusätzlich die Grenzkontrollen der Bundespolizei. Viele Verkehrsteilnehmer, die dem Rückstau entgehen wollen, würden durch Kiefersfelden fahren. Gruber meint: „Die Grenzkontrollen wurden aufgrund der Flüchtlingsproblematik 2015 eingeführt.“ Die Grenzkontrollen sollten unkontrollierte Migration verhindern. Ein Phänomen, dass derzeit nicht mehr akut sei und den Kontrollen deswegen die Grundlage entzogen habe. „Ich bin dafür, dass die Grenzkontrollen beendet werden“, sagt Gruber.

Profitieren von Tiroler Maßnahmen

Ein Lichtblick müsste es aber, laut Kufsteins Bürgermeister Krumschnabel, dennoch für Kiefersfelden geben: Von den Fahrverboten in der Tiroler Nachbargemeinde müsste nämlich eigentlich auch Kiefersfelden profitieren.