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Erzählcafé im Seniorenheim Priental

Auf dem Weg zur Seniorenakademie

Aschau - Seit vielen Jahrzehnten sammelt Walter Brumm aus Prien historische Ansichtskarten. "Meine Heimat ist der Chiemgau, so stehen die Chiemseeregion mit den beiden Inseln und Prien am Chiemsee im Mittelpunkt meiner Sammlung", erklärt Brumm. "Aschauer Karten sind natürlich auch in großer Zahl mit dabei, das Hohenaschauer Schloss und die Niederaschauer Kirche waren in der großen Zeit der Ansichtskarte besondere Leckerbissen für die Fotografen - und damit für die zahllosen Ansichtskartensammler".

Beim zweiten Erzählcafé im Seniorenheim Priental erzählte Brumm über Post- und Ansichtskarten. "Alle Welt sammelte diese, es war in den Anfangsjahren des Tourismus in der Region geradezu eine Pflicht, möglichst schöne Karten aus den Ferien nach Hause zu schicken." Dann stellte er den zahlreichen Gästen im Wintergarten des Seniorenheims ausgewählte Aschauer Ansichtskarten vor und schränkte gleich ein, dass er als Priener die alten Aschauer Ortsansichten nicht immer ausreichend erklären könne.

Doch das Erzählcafé machte seinem Namen alle Ehre: Jede einzelne Karte wurde von den Anwesenden genau erklärt und die Ortsansicht "zerpflückt", die sachverständigen Aschauer machten auf die einzelnen Epochen anhand der Ortsentwicklung aufmerksam, irgendjemand war für jedes Haus und jeden Neubau sachkundig und konnte die Feinheiten der Karte aus den 90er-Jahren des vorletzten Jahrhunderts erklären.

Rudi Gosdschan, Leiter des Seniorenheims Priental, begrüßt die Veranstaltungsreihe als wichtigen Meilenstein zu seiner geplanten Seniorenakademie. "Wir können es uns nicht leisten, die Kenntnisse und Leistungen unserer Senioren brachliegen zu lassen und sie einfach aufs Abstellgleis zu schieben." Bei diesem Erzählcafé gehe es nicht nur um einen Vortrag, sondern um einen generationenübergreifenden Gesprächsanstoß.

Die Organisatorin des Erzählcafés Marianne Willer rannte mit ihrem Vorhaben bei Rudi Gosdschan offene Türen ein: "Das Erzählcafé kann ein guter neuer Weg zum Verständnis der Menschen in unseren Alten- und Pflegeheimen sein". Es biete laut Willer die Möglichkeit, das Leben und die Erfahrung anderer kennen zu lernen.

Der dritte Termin des Aschauer Erzählcafés steht fest, er ist am Sonntag, 28. März, um 15 Uhr. Heinrich Rehberg, Abteilungsleiter beim DRK-Suchdienst München, berichtet unter dem Titel "Vermisst - gesucht- gefunden?" über die Arbeit des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes gestern, heute und morgen. reh

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