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Unterstützung von Kardinal Marx erbeten

Seelsorger verweisen auf Platznot: Ringen um die Klosterkirche Reisach

Die Klosterkirche Reisach fehle den Niederaudorfern nicht nur emotional, sondern vor allem auch aus Platzgründen für große Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen, hieß es bei der Pfarrversammlung im Klostergarten.
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Die Klosterkirche Reisach fehle den Niederaudorfern nicht nur emotional, sondern vor allem auch aus Platzgründen für große Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen, hieß es bei der Pfarrversammlung im Klostergarten.
  • VonEva-Maria Gruber
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Die Klosterkirche Reisach soll die Kirche für die großen Gottesdienste der Kuratie Niederaudorf-Reisach bleiben. Dieses Anliegen unterbreitete Pfarrer Hans Huber der Pfarrversammlung der Kuratie Niederaudorf-Reisach.

Oberaudorf/Reisach – Die etwa 80 Gläubigen, die kürzlich in den Klostergarten gekommen waren, sagten dem Seelsorger ihre Unterstützung zu. So gestärkt werde er den Vorschlag mit Nachdruck verfolgen. Als Erstes werde er Kardinal Reinhard Marx um weitere Unterstützung bitten. Er habe ihm diese kürzlich bei einem privaten Besuch der Klosterkirche Reisach zugesagt, so Huber.

Im Besitz des Freistaats Bayern

„Da der Termin privater Natur war, bitten wir um Verständnis, dass mögliche Inhalte von Gesprächen in diesem Rahmen nicht kommentiert werden“, so Pressesprecher Hendrik Steffens vom Erzbischöflichen Ordinariat zum Besuch des Kardinals in Reisach. Man werde das Anliegen der Kuratie Niederaudorf-Reisach mit dem Herrn Pfarrer besprechen, so Steffens weiter.

Wie berichtet, können in der Klosterkirche seit einem Jahr keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Zudem hat der Orden der Deutschen Karmeliten das Kloster verlassen. Die verwaiste Kirche wie auch der Klosterkomplex sind im Besitz des Freistaats Bayern, „der damit theoretisch machen kann, was er will“, wie Pfarrer Hans Huber ausführte.

Zugleich verdeutlichte er die angespannte Situation in der Kuratie Niederaudorf: Die Dorfkirche St. Michael sei nicht nur zu klein, sondern auch nicht beheizt, was den Gläubigen im Winter einiges abverlange. Die Filialkirchen in Wall und Grafenherberg eigneten sich ebenfalls nicht für größere Gottesdienste, etwa Hochzeiten, Taufen, Firmung, Prozessionen oder große Beerdigungen.

Blick auf Statistik

„Die Klosterkirche Reisach fehlt uns einfach, nicht nur emotional, sondern vor allem aus Platzgründen“, betonten viele Versammlungsteilnehmer. Der vorgelegte Blick auf die Statistik zeigt etwa, dass in den vergangenen 20 Jahren in der Klosterkirche Reisach im Jahr jeweils durchschnittlich zehn Trauungen und 20 Taufen gefeiert worden seien – immer mit sehr vielen Gottesdienstteilnehmern. Am besten wäre es, wenn die Klosterkirche auch rechtlich die Pfarrkirche der Kuratie werden würde, meinte Huber. „Das war sie praktisch immer“, hatte eine Versammlungsteilnehmerin schon im Vorfeld geäußert.

Fundament des Glaubens

Huber betonte mit Nachdruck: „Mir geht es vor allem um die Möglichkeit, in Reisach wieder Gottesdienste feiern zu können.“ Gottesdienste seien das Fundament des Glaubens. Die Kirche solle Kirche bleiben. „Wenn das gelingt, dann werde sich dies auf die künftige Nutzung der angrenzenden Klostergebäude auswirken“, meinte er zuversichtlich und verwies dabei auf die ehemaligen Benediktinerklöster Seeon, Attel und Rott.

In diesen Fällen sei bei der Säkularisation 1802/1803 die jeweiligen Klosterkirche Pfarrkirche der Pfarrei geworden. Die Klostergebäude habe man oft einer ganz anderen Nutzung zugeführt. Dem könnte man auch in Reisach folgen: Sollte man das Nutzungsrecht für die Klosterkirche als Pfarrkirche bekommen, sei die Kirchenstiftung künftig für die Innenausstattung der Pfarrkirche zuständig, der Freistaat für den baulichen Erhalt der Raumschale und des Daches.

Gläubige sind gefordert

Bei der Umsetzung dieses Vorhabens gehe es aber nicht ausschließlich um Juristisches. „Die Gläubigen sind gefordert“, unterstrich Huber. Die Begeisterung hinsichtlich des Vorschlags müsse sich langfristig auch im Gottesdienstbesuch zeigen, so lasse sich den jeweilig zuständigen Stellen und Personen gegenüber noch besser argumentieren.

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