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„Sie sollen wissen, dass wir da sind“

Schülersprecher des Raublinger Gymnasiums sprechen über ihre Arbeit und die Corona-Pandemie

Freuen sich auf den Präsenzunterricht im neuen Schuljahr – (von links) Theresa Gruber, zweite Schülersprecherin, Andreas Wiesböck, erster Schülersprecher, und Emma Vetter, dritte Schülersprecherin.
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Freuen sich auf den Präsenzunterricht im neuen Schuljahr – (von links) Theresa Gruber, zweite Schülersprecherin, Andreas Wiesböck, erster Schülersprecher, und Emma Vetter, dritte Schülersprecherin.
  • VonPaula Trautmann
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Raubling – Kurz vor Schulbeginn waren die drei Schülersprecher des Gymnasiums Raubling bei den OVB-Heimatzeitungen zu Besuch. Ein Gespräch mit Andreas Wiesböck, erster Schülersprecher, Theresa Gruber, zweite Schülersprecherin, und Emma Vetter, dritte Schülersprecherin, über ihre Arbeit, Distanzunterricht und die Freude, ihre Laptops wieder gegen eine Tafel auszutauschen.

Freut ihr euch, dass die Schule wieder losgeht?

Andreas Wiesböck: „Auf jeden Fall. Vor allem nach den letzten zwei Schuljahren, in denen wir viel Zeit zuhause verbracht haben. Es ist toll, die anderen Schüler wieder zu sehen und Präsenzunterricht zu haben.“

Habt ihr irgendetwas Besonderes geplant?

Theresa Gruber: „Unser größtes Event ist die 25-Jahr-Feier des Gymnasiums Raubling. Das wird natürlich groß zelebriert. Es fehlen zwei Jahre an Veranstaltungen. Das gehört aber zum Schulleben dazu. Solange es geht, wollen wir die Zeit nutzen und tolle Sachen machen.“

Emma Vetter: „Die letzte Schulwoche wird immer besonders gestaltet. Da gibt es Exkursionen und coole Events. Dieses Jahr sollen das die coolsten Events werden, die es am Gymnasium Raubling je gegeben hat. Die Schüler dürfen auch Ideen einbringen.“

Wiesböck: „Wenn alles gut läuft, bekommen wir vielleicht auch einen neuen Schulnamen, der mit einer großen Taufe eingeweiht und bekannt gegeben wird. Wir wollen wie andere Schulen einen Namen, der uns repräsentiert und charakterlich ausmacht.“

Gibt es dieses Jahr besondere Herausforderungen?

Vetter: „Ich glaube, die größte Herausforderung ist, dass man den Schülern, die Probleme mit Corona hatten, einen normalen Schulalltag ermöglicht und sie wieder gerne in die Schule gehen. Wir wollen, dass sich jeder wohlfühlt.“

Gruber: „Und dass die Schüler wissen, dass sie jederzeit zu uns kommen können, mit jedem Problem. Wenn sie nicht mit ihren Eltern oder den Lehrern reden wollen, sollen sie wissen, dass wir da sind. Wir wollen Lösungen finden, die Schüler vertreten und uns für sie einsetzen. Das ist uns am wichtigsten.“

Wolltet ihr deshalb Schülersprecher werden?

Wiesböck: „Ja, für mich ist es einfach wichtig, für die Schüler da zu sein und ihnen den Alltag bestmöglich zu gestalten. Sie sollen viel Spaß im Schulhaus haben und auch außerschulisch viel erleben.“

Gruber: „Für mich ist es das erste Jahr als Schülersprecherin. Ich bin sozusagen das Bambi unter uns. Mir geht es darum, dass Schule nicht nur Lernen und Stress ist. Für mich ist Schule Gemeinschaft. Es ist wichtig, dass man die Gemeinschaft nutzt. Wir sind so viele Leute und können gemeinsam viel erreichen. Die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer ist wichtig. Als Schüler geht man aber ungern als Erstes zum Lehrer, sondern lieber zu einem Gleichgesinnten.“

Vetter: „Das sehe ich genauso. Und wir wollen möglichst viele coole Aktionen schülergerecht gestalten. Die Lehrer denken manchmal anders als die Schüler und dann ist es gut, wenn man die Schülervertreter mitreden lässt.“

Wie war das denn für euch?

Wiesböck: „Das letzte Jahr war für uns als Schülersprecher sehr schwierig. Der Kontakt zu den Schülern hat gefehlt, man hat sie nicht gesehen. Auch zu den Lehrern und der Schulleitung hat gefehlt. Wir hoffen, dass das im kommenden Schuljahr um einiges besser wird und wir viel nachholen können.“

Vetter: „Unser Schulleiter hat das relativ gut gemacht. Er hat immer wieder gefragt: Wie geht es euch Schülern gerade? Wir sehen euch nicht, ihr seid nicht bei uns im Schulhaus. Und dann konnten wir auch immer sagen, wie es uns wirklich geht.“

Wiesböck: „Ja, unser Schulleiter Herr Stadler war immer für uns als Gesprächspartner dar und hat sich unsere Anliegen angehört.“

Gruber: „Außerhalb der Schule hat man es leider oft nicht erlebt, dass sich irgendwer Gedanken macht, wie es uns geht. Das Lernen zuhause ist das eine, aber uns hat komplett der soziale Kontakt gefehlt. Wir haben alle das Beste daraus gemacht, genießen jetzt aber, dass es wieder losgeht.“

In der Schule erwarten euch einige Regeln. Was haltet ihr von der Maskenpflicht?

Wiesböck: „Ich finde das nicht schlecht, weil die Zahlen nach oben schnellen durch die ganzen Urlauber, die zurückkehren.“

Vetter: „Ich glaube, die Schüler nehmen das gerne hin, wenn sie dafür wieder in die Schule gehen dürfen.“

Gruber: „Als Schule ist es wichtig, dass man in einer solchen Zeit Verantwortung zeigt und deswegen sind die Masken jetzt auch notwendig. Alles andere wäre unverantwortlich.“

Was wünscht ihr euch von diesem Schuljahr?

Wiesböck: „Ich glaube, dass der Wunsch von uns allen ist, wieder zum normalen Schulalltag vor Corona zurückzukehren, miteinander leben und nicht getrennt voneinander sein.“

Gruber: „Genau, dass man aus dieser Zeit lernt, mehr füreinander da ist und aufeinander schaut – als wir.“

Ihr engagiert euch sehr in der Schulpolitik. Was wollt ihr nach der Schule machen?

Wiesböck: „Ich interessiere mich nur hobbymäßig für Politik und informiere mich. Nach der Schule will ich Maschinenbau studieren und als Ingenieur anfangen.“

Gruber: „Ich würde gerne Ärztin werden oder im medizinischen Bereich arbeiten. Das hängt schon irgendwie mit unserem Amt zusammen, weil ich den Kontakt zu Menschen gerne mag, gerne helfe und für andere da bin.“

Vetter: „Ich würde am liebsten Psychologie und Kunst studieren und dann Kunsttherapeutin werden. Ich glaube, dass ich im Leben eine Aufgabe brauche. Mir ist wichtig, dass ich weiß, es war gut, dass ich da war und ich konnte den Menschen helfen.“

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